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"Weinen gehört sich nicht"

Verabschiedung von Kretschmann: Gerührt, aber keine Tränen

Winfried Kretschmann freut sich eigentlich auf den Ruhestand. Bei seiner Verabschiedung wird er doch wehmütig. Aber die Gefühle haben Grenzen.
Gerührt ja, aber ohne Tränen: Winfried Kretschmann ließ sich am Mittwoch feiern, hielt aber dennoch die Contenance.Foto: Katharina Kausche/dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich sehr gerührt gezeigt bei seiner feierlichen Verabschiedung - die letzten Worte seiner Rede konnte er nur mit brüchiger Stimme sprechen. Die Reden etwa von Alt-Bundespräsident Joachim Gauck hätten ihn «emotional angefasst», sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur beim Empfang. «Das konnte ich wahrscheinlich nicht ganz verbergen», so der 77-Jährige - und räumte ein: «Ich war auch sehr nervös, was man ja nach 15 Jahren MP wirklich nicht mehr ist bei Terminen. Heute war ich nervös.»

Ein kompletter Gefühlsausbruch blieb aber dann doch aus. «Nein, also soweit geht's nicht», sagte der Landesvater ganz nüchtern auf die Frage ob Tränen geflossen seien. «Das sollte man auch vermeiden, als scheidender Ministerpräsident vor Rührung zu weinen. Das gehört sich nicht und das passt nicht zu einem Ministerpräsidenten.»

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