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Kommunalpolitik

Veränderte Perspektiven

Letzte Woche hatte ich hier geschrieben, dass Mensch und Natur mit dem Klimawandel umgehen können. Kurz danach veröffentlichte Bill Gates einen Artikel,...

Letzte Woche hatte ich hier geschrieben, dass Mensch und Natur mit dem Klimawandel umgehen können.
Kurz danach veröffentlichte Bill Gates einen Artikel, der nahelegt, dass auch er seine Perspektive verändert hat.
Er schreibt - was ich hier nur sehr verkürzt übersetzen kann:
Die "Weltuntergangsansicht" zum Klimawandel, die im Groben etwa so lautet:
"In einigen Jahrzehnten wird der katastrophale Klimawandel die Zivilisation dezimieren. [...] Nichts ist wichtiger, als den Temperaturanstieg zu begrenzen. Glücklicherweise ist diese Ansicht falsch." So Gates.
"Obwohl der Klimawandel ernsthafte Konsequenzen haben wird - insbesondere für die Menschen in den ärmsten Ländern - wird er nicht zum Untergang der Menschheit führen."
Gates schreibt weiter, dass "diese Weltuntergangsperspektive leider dazu führt, dass sich ein Großteil der Klimagemeinschaft zu sehr auf kurzfristige Emissionsziele konzentriert. Dadurch werden Ressourcen von den effektivsten Maßnahmen abgezogen, die wir ergreifen sollten, um das Leben in einer sich erwärmenden Welt zu verbessern.
Es ist noch nicht zu spät, eine andere Sichtweise zu übernehmen und unsere Strategien im Umgang mit dem Klimawandel anzupassen."
www.gatesnotes.com/home/home-page-topic/reader/three-tough-truths-about-climate

Ich kritisiere die Attitüde vieler Super-Reichen, ihren Reichtum dafür zu nutzen, politischen Einfluss zu nehmen, obwohl sie nie dafür gewählt wurden. Dennoch freue ich mich, dass auch er sich in die Richtung entwickelt hat, die wir schon länger vertreten.

Eigentlich geht es uns hier weniger um Bill Gates, als um die Beobachtung, dass immer mehr Menschen ihre Perspektive ändern. Der Microsoft-Gründer ist nur eines der aktuellsten und prominentesten Beispiele.
Das Zitat, dass unser Kopf rund ist, damit das Denken seine Richtung ändern kann, stammt von Francis Picabia, einem französischen Maler und Dichter. Es passt auch zum Thema des kommenden Bürgerentscheids.

Windräder im Schriesheimer Wald zu befürworten, wird nach unserer Überzeugung in absehbarer Zeit und aus vielen unterschiedlichen Gründen zu einer nicht mehr haltbaren Sichtweise gehören.
Die BgS stimmt mit JA beim Bürgerentscheid und damit gegen die Windräder in Schriesheim.
Die nächsten Jahrzehnte werden nach unserer Überzeugung zeigen, dass Windräder um jeden Preis ein Irrweg sind.

Wir hoffen, dass die Mehrheit der Schriesheimer einen Weg in die Zukunft wählt, der uns alle wieder näher zusammenbringt und unseren Wald gegen Interessen schützt, denen es weniger um Klimaschutz, sondern an erster Stelle um kurzfristige finanzielle Vorteile geht.

Herzliche Grüße
Stefan Bernauer

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Stadt Schriesheim
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Ausgabe 45/2025
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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