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Verbundenheitstreffen: Freiwillig Engagierte diskutieren mit neu gewähltem Bürgermeister

Mit der Frage, wie man neue Freiwillige für seinen Verein oder Initiative findet , beschäftigten sich rund 30 Teilnehmende beim Verbundenheitstreffen...
Ehrenamtliche lernen sich kennen und bilden KleingruppenFoto: Petra Tiwari

Mit der Frage, wie man neue Freiwillige für seinen Verein oder Initiative findet, beschäftigten sich rund 30 Teilnehmende beim Verbundenheitstreffen am 12. Mai in Entringen. Zu Beginn machte Daniel Rudolph, der neu gewählte Bürgermeister, eine Runde durch die Zehntscheuer und begrüßte alle Anwesenden persönlich per Handschlag.

Laura Grgić-Prengel und Nikolaus Roos moderierten die Veranstaltung und erläuterten kurz das Kernanliegen des Projekts „Ammerbuch Aktiv“: Es gehe um den Austausch von Wissen und Meinungen, um die Kontaktpflege und das Kennenlernen neuer Personen und Initiativen – und um das Gemeinschaftsgefühl und das Vertrauen, das entsteht, wenn man seine persönlichen Werte im Gegenüber wiedererkennt. Um letzteren Aspekt zu betonen, dass es eine „Gemeinschaft der Engagierten“ gibt, habe man vor einem Jahr das „Bündnistreffen“ in „Verbundenheitstreffen“ umbenannt. Denn im ehrenamtlichen Engagement bringe man sich immer auch mit seiner Persönlichkeit ein und dazu sei man auch beim „Verbundenheitstreffen“ eingeladen.

Für die erste Stunde des Treffens teilten sich die Engagierten in Kleingruppen auf und arbeiteten zeitgleich an drei Stationen, wobei die Kleingruppen nach 20 Minuten weiterwanderten. Bei Station A wurde mit Daniel Rudolph über die Frage diskutiert, was das Ehrenamt in Ammerbuch attraktiv macht – für den Einzelnen und auf Ebene der Gemeinde. Dabei wurde eine Vielzahl von Ideen geboren und wichtige Prinzipien genannt. Die Station B widmete sich der Frage, mit welcher Ansprache andere zum Engagement motiviert werden könnten. Die Ehrenamtlichen entwarfen Postkarten mit Sprüchen und probierten sich in visueller Gestaltung. Schließlich hatte Station C die Eigenmotivation zum freiwilligen Engagement zum Thema. Nach der Lektüre eines meinungsstarken Textes aus dem ZEITmagazin (Kolumne von Kilian Trotier unter der Überschrift: „Es ist Zeit, sich weniger um sich selbst zu drehen“) wurden eigene Statements formuliert:

  • „Ehrenamt zeigt auch unsere Persönlichkeit und unsere Motivation. Es können Konflikte entstehen. Aber es hat eine unglaublich hohe intrinsische Kraft.“
  • „Das Ehrenamt hat eine wichtige Funktion in allen Gemeinsamkeiten. Das persönliche Interesse als Summe ist unbezahlbar und wirkungsvoller als angewandte Dienstpflichten.“
  • „Eigentlich ist bekannt, dass kooperierende und kollaborierende Gemeinschaften erfolgreicher sind als andere und allen einen großen Vorteil bringen. Aber der Einzelne kann durch Egoismus für sich selbst einen größeren individuellen Vorteil herausschlagen. Wie entscheiden wir als Individuum und als Gemeinschaft?“
  • „Ehrenamt? Der Begriff ist doof. Ich tu’s nicht wegen der ‚Ehre‘, ich tu’s aus vielen anderen Gründen, z.B. weil es Spaß macht, weil ich Leute treffe, wegen des sozialen Tuns … auch manchmal aus Langeweile.“
  • „Ich finde Freiwilliges Engagement einen schönen Begriff. Es zeigt, ein jeder kann sich beteiligen, weniger oder mehr. Wir brauchen den sozialen Zusammenhalt, auch mit Blick auf die Zukunft.“
  • „Etwas Sinnvolles, Nachhaltiges tun, gemeinsam für eine gute Sache, was man alleine nicht schaffen würde.“
  • „Ehrenamt: gut für andere und gut für sich selbst!“
  • „Im Ehrenamt lerne ich am besten die Leute kennen, die ähnliche Interessen haben. Das verbindet uns.“
  • „Sich selbst nicht aus dem Blick verlieren … wenn es mir gut geht, kann ich auch Hilfe weitergeben.“
  • „Ehrenamt ist inzwischen fast eine Notwendigkeit, um der Vereinzelung und zunehmenden Bindungslosigkeit etwas entgegenzusetzen.“
  • „Man realisiert wahrscheinlich, dass es einem gar nicht so schlecht geht und dass man mit relativ wenig relativ viel bewegen kann.“
  • „Mit dem Ehrenamt wird der Gemeinsinn, die Bedeutung des Gemeinwohls aufrecht erhalten.“

Die zweite Hälfte des Verbundenheitstreffens wurde dazu genutzt, eine Vision für einen „Markt der Möglichkeiten“, eine Art Ehrenamtsmesse, ein neues Veranstaltungsformat in Ammerbuch zu entwickeln. Mit ihren Impulsen und Ideen zu den Fragen Was?, Wer?, Wo?, Wann? und Warum? konnten sich die Ehrenamtlichen einbringen. Es bildete sich eine kleine Arbeitsgruppe, mit dem Ziel, diese Ideensammlung auszuwerten, um im nächsten Schritt mit der konkreten Planung zu beginnen.

Die Arbeitsgruppe ist offen für weitere Mitstreiter*innen – bei Interesse melden Sie sich bitte bei Laura Grgic-Prengel (Familie.Bildung.Kultur@ammerbuch.de).

Nach dem offiziellen Ende nutzen zahlreiche Ehrenamtliche die Gelegenheit, bei Getränken und Häppchen in der Zehntscheuer zu verweilen und ihre Gespräche fortzusetzen.

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Amtsblatt der Gemeinde Ammerbuch
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Ausgabe 21/2026
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