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Busse und Bahnen

Verdi droht mit neuen Warnstreiks im Nahverkehr in BW

Im Tarifstreit im Nahverkehr erhöht Verdi den Druck: Kommt es im Südwesten zu neuen Warnstreiks? Die Entscheidung könnte schon am Montag fallen.
Tarifrunde im ÖPNV
Verdi droht mit weiteren Warnstreiks bei Bussen und Bahnen in Baden-Württemberg. (Archivbild)Foto: Stefan Puchner/dpa

Im Tarifstreit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Baden-Württemberg zeichnet sich weiter keine Lösung ab. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) reagierte auf einen Vorschlag von Verdi zurückhaltend, bereits vereinbarte Zusatzleistungen um mehrere Jahre zu verschieben – allerdings ausschließlich für Beschäftigte, die nicht der Gewerkschaft angehören, wie der Verband in Stuttgart mitteilte.

Die Gewerkschaft betonte hingegen: «Sollten die Arbeitgeber das Kompensationspaket final zurückweisen, wird ver.di noch am Montag (2. März) über weitere Arbeitsniederlegungen entscheiden.»

Verdi hatte bisher zunächst offen gelassen, ob es auch im Südwesten zu neuen Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr kommt. Die Gewerkschaft hat für Freitag und in manchen Regionen auch für Samstag zu bundesweiten Warnstreiks im ÖPNV aufgerufen.

KAV-Hauptgeschäftsführerin Sylvana Donath erklärte nach der dritten Verhandlungsrunde für Baden-Württemberg: «Wir brauchen Lösungen, die dauerhaft tragfähig sind und die wirtschaftlichen Herausforderungen berücksichtigen.»

Verdi Verhandlungsführer Jan Bleckert sagte, man nehme die finanzielle Situation der kommunalen Arbeitgeber ernst und haben ihnen einen Lösungsvorschlag gemacht, der sie sogar entlaste. «Wenn die Arbeitgeber aus rein ideologischen Gründen unser Kompensationspaket ablehnen, sollten sie auch nicht mehr auf ihre klammen Kassen verweisen.»

Erster Warnstreik war Anfang Februar

Am 9. März soll in vierter Runde weiterverhandelt werden. Dieses Mal geht es in den Gesprächen nicht um höhere Löhne, sondern um den Manteltarifvertrag und damit um die Arbeitsbedingungen.

Verdi fordert unter anderem höhere Zuschläge für Überstunden, Nacht- und Wochenendarbeit sowie Zulagen entsprechend der jeweiligen Entgeltstufe. Die Arbeitgeber hatten zuletzt mit Unverständnis auf die Ankündigung der Warnstreiks reagiert und auf die angespannte Finanzlage verwiesen.

Verdi hatte in Baden-Württemberg Anfang Februar zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen waren Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. Busse und Bahnen standen dort daraufhin weitgehend in den Depots.

Der Warnstreik war Teil der laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr. In Baden-Württemberg arbeiten rund 6.700 Menschen in diesem Bereich.

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