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Verein Sonnenernte setzt sich für Anbindung von Ketsch an die Mannheimer Innenstadt ein

Auf Nachfrage bei der Landesregierung wurde uns Folgendes mitgeteilt: (von uns zusammengefasst) Reaktivierung der Bahnstrecke Mannheim-Rheinau–Ketsch...

Auf Nachfrage bei der Landesregierung wurde uns Folgendes mitgeteilt:

(von uns zusammengefasst)

Reaktivierung der Bahnstrecke Mannheim-Rheinau–Ketsch rückt näher

Die seit Jahrzehnten stillgelegte Bahnstrecke zwischen Mannheim-Rheinau, Brühl und Ketsch könnte eine zweite Chance erhalten. Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) plant die Reaktivierung der früheren Eisenbahnverbindung, die 1969 im Personen- und Güterverkehr eingestellt und inzwischen vollständig zurückgebaut wurde. Ziel ist es, den öffentlichen Personennahverkehr in der Region nachhaltig zu stärken.

Auch die frühere Schmalspurbahn zwischen Ketsch und Schwetzingen, die bis 1938 von der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft betrieben wurde, soll in das Projekt einbezogen werden. Beide Strecken sollen künftig durchgehend befahrbar sein und in Mannheim-Rheinau an die dort endende Straßenbahnlinie 1 anschließen. Geplant ist der Wiederaufbau in der üblichen Meterspur (1.000 Millimeter), wodurch eine direkte Durchbindung bis in die Mannheimer Innenstadt möglich wäre. Ein weiterer Vorteil des Projekts: In Rheinau und Schwetzingen sollen Übergänge zur S-Bahn geschaffen werden, mit direkter Anbindung an die Hauptbahnhöfe Mannheim und Karlsruhe. Damit könnte die Strecke eine wichtige Rolle im regionalen Verkehrsnetz übernehmen. Bereits im Jahr 2021 bewilligte das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg Fördermittel für eine Machbarkeitsstudie. Diese untersucht unter anderem die aktuellen Verkehrsverhältnisse, verschiedene Trassenvarianten, die zu erwartenden Kosten für Bau und Betrieb sowie das Verlagerungspotenzial vom Individualverkehr auf den öffentlichen Nahverkehr. Auch der volkswirtschaftliche Nutzen der Reaktivierung wird analysiert. Die Studie geht davon aus, dass die neue Trasse bei Bedarf vom historischen Verlauf abweichen kann, um sich besser in die bestehende Ortsbebauung einzufügen. Nach Angaben des Verkehrsministeriums werden derzeit mehrere Varianten geprüft, die allesamt ohne Abriss von Gebäuden oder Eingriffe in Privateigentum auskommen sollen.

Während die reaktivierte Strecke ausschließlich dem Straßenbahnverkehr im ÖPNV dienen soll, ist die Neu- und Ausbaustrecke Mannheim–Karlsruhe für den Mischverkehr aus Güter-, Fern- und Personenverkehr vorgesehen. Eine Verknüpfung beider Projekte wird daher nicht angestrebt. Das Land Baden-Württemberg betont, dass es lediglich als Fördermittelgeber fungiert, nicht jedoch als Vorhabenträger. Für Fragen und Anregungen zur Reaktivierung können sich Bürgerinnen und Bürger an den Rhein-Neckar-Kreis oder direkt an die RNV wenden. Die Zuständigkeit für die Planung der Neu- und Ausbaustrecke Mannheim–Karlsruhe liegt ausschließlich bei der DB Netz AG.

Erscheinung
Ketscher Nachrichten
Ausgabe 02/2026
von Sonnenernte e. V.
08.01.2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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