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Vereinsausflug nach Südtirol vom 23. bis 26.04.2026 – Teil 2

Zum Abschluss im Versuchszentrum Laimburg haben wir im Felsenkeller je zwei Weiß- und Rotweine verkostet. Darunter einen Elyònd (Südtiroler Gewürztraminer...
Im Hintergrund ist Schloss Rametz zu sehenFoto: Andreas Staar

Zum Abschluss im Versuchszentrum Laimburg haben wir im Felsenkeller je zwei Weiß- und Rotweine verkostet. Darunter einen Elyònd (Südtiroler Gewürztraminer Riserva DOC), trocken ausgebaut mit 15 % Vol. und einen Rotwein Col de Réy, ebenfalls mit 15 % Vol. Mit der Cuvée „Col de Réy“ stellt das Landesweingut Laimburg seine Meisterfertigkeit in der Kreation hochkomplexer Verschnitte unter Beweis. Aus 50 % Lagrein und gleichen Anteilen Petit Verdot und Tannat bestehend fließt nach 20 Monaten des Ausbaus im kleinen Eichenfass die rote Perle ins Glas. Für diesen Wein werden € 46,20 abgerufen. Die Preisspanne der Produkte liegt zwischen € 13,95 und € 46,20.

Die nächste Station am frühen Nachmittag war in Kurtatsch das Weingut Tiefenbrunner (Schlosskellerei Turmhof). Der Stammsitz wurde bereits 1225 urkundlich erwähnt und ist seit vielen Generationen im Familieneigentum. Die Familie besitzt insgesamt 25 Hektar Rebflächen in Entiklar, Kurtatsch und Margreid, die sich über Höhenlagen von 210 bis 1.000 Metern erstrecken. Darüber hinaus werden die Trauben von rund 58 langjährigen, engagierten Weinbauern bezogen, die insgesamt 60 Hektar bewirtschaften. Nach der Kellerführung wurden insgesamt sieben Weine verkostet. Besonders ein Müller-Thurgau hatte es uns angetan. Er reift auf 1.000 m und ist damit das höchste Müller-Thurgau-Anbaugebiet Europas. Insgesamt werden 3 ha angebaut. Er nennt sich „Feldmarschall von Fenner“ und wird zu 50 % im Holzfass und zu 50 % im Betonbehälter ausgebaut. Regelmäßig wird er vom Gambero Rosso mit der Höchstbewertung von drei Gläsern ausgezeichnet. Dafür werden € 46,00 abgerufen. Die Preisspanne des Weingutes liegt zwischen € 10,95 und € 129,00 für normale Gebinde.

Zum Abschluss wurden wir im Bistro Castel Turmhof kulinarisch verwöhnt. Gereicht wurden kalte Platten mit Südtiroler Spezialitäten Wurst/Speck /Käse. Dazu wurden die Reste aus der Weinprobe getrunken.

Das letzte Weingut des Tages war in Kaltern, nicht weit weg von unserem Hotel. Die historischen Gebäude des Weinguts datieren ins Jahr 1608, Erbauer war Hieronymus Manicor. Manicor heißt auch heute dieses Weingut, das 1991 gegründet wurde. Der neue und aktuelle Weinkeller wurde im Jahre 2004 gebaut. Er entstand in Tieflage unterhalb der Weinberge, angrenzend an den historischen Ansitz. Die Architektur nimmt mit den Schrägen der Wände und der Anordnung der Decken auf die Topografie der Weinberge Bezug. Etwa 3.000 qm Fläche auf drei unterirdischen Geschossen bieten Platz für große Holzfässer, Barriquefässer, Gärbehälter, Edelstahltanks, Pressen, die Abfüllanlage und nicht zuletzt für die Flaschenlagerung. Nach der Betriebsführung wurden vier Weine verkostet: Goldmuskateller, Sauvignon Blanc, Vernatsch aus alten Regen sowie ein Cuveé aus Lagrein, Merlot und Cabernet. Die Preise des Weingutes bewegen sich zwischen € 14,00 und € 85,00.

Bei einem gemeinsamen Abendessen im Hotel ist ein erlebnisreicher Tag ausgeklungen.

Der nächste und zugleich letzte Tag führte uns zunächst in die Kellerei Kettmeir nach Kaltern. Das Weingut wurde 1919 vom Önologen Giuseppe Kettmeir gegründet. Bereits 1964 erkannte der Visionär das Potenzial für Schaumweine und wurde zum Pionier der Sektherstellung der Region. In den 1980er Jahren ging Giuseppes Enkel Franco eine Partnerschaft mit der Santa Margherita Gruppe ein. Unter der Fahne des Unternehmens steht unter anderem auch das Weingut Ca’ del Bosco aus der Lombardei, das ebenfalls zu den besten Schaumweinproduzenten der Welt gehört. Die Weinberge sind auf drei Ortschaften verteilt, nämlich Buchholz, Kaltern und Oberbozen. Ungefähr 60 Traubenbauern liefern seit Generationen ihre mit Hingabe und Sorgfalt gelesenen Trauben ab. Insgesamt handelt es sich um eine Anbaufläche von 55 Hektar.

Nach einer Besichtigung der Kellerei, konnten wir drei Sekte verkosten. Die Preisspanne des Wein- und Sektgutes bewegt sich zwischen € 14,00 und € 63,00. Im Jahre 2018 hat der Athesis Brut beim CSWWC den ersten Platz bei italienischen Schaumweinen belegt. Die CSWWC (Champagne & Sparkling Wine World Championships) ist der renommierteste internationale Wettbewerb für Schaumweine.

Andreas Staar

-Fortsetzung folgt-

Gleich beginnt die Verkostung im Weingut Kettmeir.Foto: Andreas Staar
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Ausgabe 22/2026
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