
In der Sitzung des Technischen Ausschusses am 16. September wurde ein Lärmaktionsplan für den Straßenverkehr in Malsch präsentiert. Grundlage sind aktualisierte Lärmkarten des Landesamts für Umwelt Baden-Württemberg aus dem Jahr 2023.
Ziel war es, Lärmschwerpunkte zu identifizieren und Maßnahmen zur Lärmminderung festzulegen. Nach den Berechnungen erreicht der Straßenlärm bei über 800 Menschen in der Kommune ganztägig den Auslösewert zur Aufstellung von Lärmaktionsplänen (65 Dezibel), rund 1.300 Menschen sind nachts von gesundheitsrelevantem Lärm betroffen (55 Dezibel).
Besonders hohe Werte gibt es entlang der Sézanner Straße, der Adlerstraße/Waldprechtsstraße, der Hauptstraße sowie in Teilen der Tal- und Freiolsheimer Straße. Fast 150 Menschen sind tagsüber Pegeln von über 70 Dezibel ausgesetzt: Das kann bei dauerhafter Belastung gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen.
Der Plan empfiehlt als zentrale Maßnahme flächendeckend Tempo 30 auf fünf stark belasteten Straßenzügen im Kernort und in Waldprechtsweier, ergänzend sieht er verkehrslenkende Eingriffe und bauliche Verbesserungen vor. Wirkungsanalysen sollen zeigen, in welchem Umfang die Maßnahmen die Belastung für Anwohner senken können.
Aber: Beschlossen wurde nach Wissen der Redaktion noch nichts. Die Präsentation diente zunächst der Beratung und Empfehlung an den Gemeinderat.
Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange sollen in die weitere Planung involviert werden. Mit der Fortschreibung des 2015 beschlossenen Plans würde die Gemeinde die Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie erfüllen.


