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Verlegung Stolpersteine am 20.02.2026

Am 20.02.2026 um 9.00 Uhr begann die Verlegung der Stolpersteine in Anwesenheit des Künstlers Gunter Gemnig. Wir waren freudig überrascht über die...
Stolperstein mit Namen
StolpersteinFoto: DK

Am 20.02.2026 um 9.00 Uhr begann die Verlegung der Stolpersteine in Anwesenheit des Künstlers Gunter Gemnig. Wir waren freudig überrascht über die große Anzahl an Teilnehmern aus der Bevölkerung.

Die Mitarbeiter des Bauhofes hatten sehr gute Vorarbeit geleistet und exakt große Löcher in den Bürgersteig gegraben, in die dann die Steine eingebracht werden konnten. Gunter Gemnig brachte Zement und Sand in die Löcher ein und setzte dann den Stolperstein sorgfältig ein. Die Ritzen wurden ebenfalls mit Sand und Zement aufgefüllt, so dass die Stolpersteine wirklich fest saßen.

Die Stolpersteine tragen den Namen des Opfers, den Geburtsjahrgang, das Datum der Einweisung in eine Heilanstalt, das Datum der Verlegung nach Grafeneck und das Datum der Ermordung sowie das Kürzel „T4“. Dies war die Bezeichnung für die Zentraldienststelle (T4), unter deren Veranlassung die Morde geschahen.

Die Musikschule trug anschließend zwei Liedstücke vor bzw. es erklangen passende Musikstücke aus dem Lautsprecher. Die Gemeinschaft für Heimatgeschichte legte jeweils eine weiße Rose neben dem Stolperstein ab und entzündete eine Kerze. Auch aus dem Publikum wurde die eine oder andere Rose beigefügt. Mitglieder der Gemeinschaft für Heimatgeschichte lasen jeweils einen kurzen Auszug aus dem Leben des Opfers vor.

Es waren bewegende Momente, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnerten. Menschen, denen die Nazis ihren Namen entrissen und die nur noch eine Nummer waren.

Durch das Setzen der Stolpersteine gab die Gemeinschaft für Heimatgeschichte diesen Opfern ihren Namen zurück. Sie holte diese Menschen zurück aus dem „Vergessen“ und gibt der heutigen Generation die Möglichkeit, sie wieder in ihre Gemeinschaft aufzunehmen. Sich an sie zu erinnern und wachsam zu bleiben/werden, um nicht wieder in eine Diktatur und Menschenverachtung zu gelangen, die die gleiche Gesinnung hat, wie in der Zeit von 1933 bis 1945.

Bedanken möchten wir uns vor allem bei Herrn Gunter Gemnig, dem Gründer der Stolperstein-Initiative. Er hat in Europa schon mehr als 120.000 Stolpersteine gesetzt, dass er es sich nicht nehmen ließ, die Stolpersteine in Neuhausen persönlich zu setzen.

Bedanken möchten wir uns bei Herrn Bürgermeister Ingo Hacker und dem Gemeinderat, die uns bei unserer Aktion in hervorragender Weise unterstützt haben.

Unser Dank geht auch an die Musikschule Neuhausen für die Darbringung der angemessenen Lieder.

Nicht zu vergessen die Mitarbeiter des Bauhofes, die durch Straßenabsperrungen die Sicherheit der Teilnehmer gewährleisteten.

Auch geht unser Dank an die vielen Teilnehmer, die der Setzung der Stolpersteine erst den würdigen Rahmen verliehen haben.

Gemeinschaft für Heimatgeschichte Neuhausen e.V.

www. heimatgeschichte-neuhausen.de

Teilnehmer
Teilnehmer.Foto: DK
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