Der TV Eppelheim hat beim TV Hemsbach ein Spiel abgeliefert, das die wenigen Zuschauer ratlos und enttäuscht in die Halbzeitpause gehen ließ. 14:9 stand es und das statische und bewegungsarme Spiel machte wenig Hoffnung auf Besserung. Dabei hatte Trainer Dominik Sommer endlich wieder alle Spieler in seinem Kader, aber offensichtlich klappte es nicht mit der richtigen Mischung auf dem Feld, zumal man es sich erlaubte, nach einem Zwischenstand von 5:5 sich gleich drei Zeitstrafen einzuhandeln, was die Hausherren dazu nutzten, auf 5 Tore wegzuziehen (11:6) - ein Vorsprung der deprimierend bei der Pausensirene noch Bestand hatte.
Nach dem Platztausch wurde es nicht besser, man verlor zwar nicht mehr so viele Bälle, man verwarf dafür einige Freie. Eine Viertelstunde vor Spielende gelangen zwei schnelle Tore, doch Hemsbach erhöhte auf 24:18, das Spiel schien gelaufen zu sein. Nun aber verwarfen die Hausherren gegen den sich enorm steigernden Felix Schäfer im Eppelheimer Tor und der TVE rückte wieder heran (25:22). Da brach eine Zeitstrafe dem TVH das Genick, denn es gelang ihnen nur noch ein Tor, während die Eppelheimer, angeführt vom flinken Yannick Rutt, Tor um Tor aufholten und schließlich einen Sieg feierten, der wahrlich nicht für möglich gehalten werden konnte.
Entscheidend für die Wende waren einige in der Halbzeit vorgenommene Veränderungen. So wechselte Dominik Sommer in der Abwehr groß gewachsene Spieler ein, die das Zentrum stabilisierten. Im Angriff agierten die eher kleineren schnellen Spieler, die immer wieder Durchbrüche ermöglichten und kaum noch Ballverluste verursachten.
„Aber Glück gehört nun mal dazu“, stellte der erleichterte Trainer hinterher fest, „so schlecht, wie wir streckenweise spielten, langsam und behäbig in der ersten Halbzeit, können wir mit den Punkten hoch zufrieden sein“. Aus diesem Spiel sind sicherlich einige Lehren zu ziehen, denn beim nächsten Heimspiel gegen Ketsch gilt es, eine Schlappe aus dem Vorspiel auszumerzen. (we)
TVE: Schäfer, Koch (1); Brockmann (1), Keller, Bujotzek (1), Stotz (2), Sander (1), Leonhardt (3), T. Hambrecht (1), Geier (6), Rutt (4), Marz, Krause (6/2), T. Hambrecht, Pagliara, Bankwitz (1)

