VfB I spielt 2:4 statt 13:5
VfB II feiert wichtigen 2:1-Sieg
(-lm-). Haushoch gewonnen hat die VfB-Erste ihr Heimspiel gegen die abstiegsbedrohte SG Eintracht Sirnau – leider nicht nach erzielten Toren, sondern mit 6:2 in Halbzeit eins und 7:3 in Halbzeit zwei nur nach klaren Torchancen. Deshalb endete diese Partie nicht mit 13:5 für den VfB, sondern mit 4:2 Toren für ein gnadenlos effizientes Gäste-Team.
Anfangs nützt die Reichenbacher Mannschaft ihre deutliche spielerische Überlegenheit schon nach zehn Minuten zur hochverdienten 1:0-Führung. In den nächsten 35 Minuten folgen neben acht Eckbällen fünf hundert-prozentige Tor-Möglichkeiten. Trotzdem gibt es zur Halbzeitpause keine hohe VfB-Führung, denn Sirnau beschränkt sich taktisch geschickt auf die Verteidigung der eigenen Spielhälfte und schafft in 45 Minuten genau zwei Konterangriffe. Den ersten klärt VfB-Keeper Kevin Braun gewohnt sicher. Der zweiten Angriff besteht wie der erste aus einem langen Pass. Der findet die gesamte VfB-Abwehr im Tiefschlaf. Ungehindert sprintet SG-Stürmer Valentin Wechsler nicht weniger als fünf (!) VfB-Spielern davon und schiebt zum unhaltbaren 1:1-Ausgleich ein.
Dieses Muster wiederholt sich in der zweiten Spielhälfte. Reichenbach brauchte für den 2:1-Führungstreffer durch Justin Mittmann kaum zehn Minuten, versemmelt in den folgenden 20 Minuten aber wieder vier Hundertprozentige. Solcher Chancenwucher rächt sich. Wie befürchtet resultiert aus dem im zweiten Durchgang ersten Tempogegenstoß der Gäste in Minute 74 der 2:2 Ausgleich und aus dem zweiten Eintracht-Angriff zwei Minuten später die 3:2-Führung für die Gäste. Das VfB-Team gibt zwar nicht auf und will den Ausgleich erzwingen, bringt aber zum x-ten Mal bei zwei Super-Torchancen den Ball aber nicht ins gegnerische Gehäuse. Dagegen beweist Sirnau in Minute 92, dass man in einem einzigen Spiel aus fünf Torchancen vier Tore erzielen kann.
Schade, dass das spielerische Talent des VfB im Strafraum des Gegners allzu oft endet. In manchen Situationen gesellt sich - wie häufig, wenns mal schlecht läuft - zum mangelnden Glück auch noch Pech.
VfB Reichenbach – SG Eintracht Sirnau 2:4 (1:1)
Torschützen für den VfB:
1:0 Moritz Gutmann (9.)
2:1 Justin Mittmann (55.)
Mit einer starken Leistung in der ersten Halbzeit und tollem Kampfgeist vor allem nach dem Anschlusstreffer der Gäste gelang es der Mannschaft von Trainer Jannik Gremm, den direkten Verfolger auf den ersten von fünf sicheren Abstiegsplätzen zu schicken. So geht der VfB II mit einem Vier-Punkte-Abstand auf die „rote“ Zone in die spielfreie Osterwoche. Einziges großes Ärgernis war - genau wie bei der VfB-Ersten - das Auslassen allerbester Tormöglichkeiten, von denen es – genau wie bei der VfB-Ersten – pro Halbzeit mindestens ein halbes Dutzend gab.
VfB Reichenbach II – TSV Oberboihingen II 2:1 (2:0)
Torschützen für den VfB:
1:0 Toumai Tzampaz (11.)
2:0 Toumai Tzampaz (33.)
VORSCHAU
Sonntag, 12. April 2026
VfB Reichenbach – TSV Wernau (15:00 Uhr)
Um wieder zur Spitzengruppe der Kreisliga A 1 aufschließen und mit den Gästen nach Punkten gleichziehen zu können, muss der VfB dieses Heimspiel gewinnen. Gegen den TSV Wernau holten die Reichenbacher beim Hinspiel in Ober-Wernau zwar drei Punkte, aber das war trotz einer tatsächlichen 2:3-Niederlage auf dem Spielfeld nur möglich, weil die Begegnung wegen eines dummen Auswechselfehlers des TSV diesem mit 0:3 als „verloren“ gewertet wurde.
Immerhin haben die Wernauer in bisher 20 Spielen genau 20 Tore mehr geschossen als die VfB-Offensive. Allein zehn Tore davon gehen auf das Konto von Maurice Bastasic, vor Jahren noch Torjäger in den Reichenbacher Mannschaften.
Auf die Erfolgsspur findet das Team von VfB-Spielertrainer Moritz Gutmann nur zurück, wenn es endlich wenigstens die Hälfte seiner klarer Torchancen verwertet. Hoffnung auf bessere Resultate besteht deshalb, weil damit zu rechnen ist, dass nach Ostern einige der langzeitverletzten VfB-Spieler wieder einsatzfähig sind.
VfB Reichenbach II – TSV Wernau II (13:00 Uhr)
Wie der letzten Gegner rangiert auch die Zweitvertretung aus Wernau auf einem Abstiegsplatz und wird alles daran setzen, aus dem hintern Tabellendrittel herauszukommen. Die VfB-Zweite hingegen kann sich im gesicherten Mittelfeld der Kreisliga B 2 festsetzen, wenn sie an ihre Leistung vom letzten Heimspiel anknüft.