Wie langweilig wäre die Welt ohne Farben! Und auch die Welt der Lieder lebt von der Vielfalt der Farben. Diese Erkenntnis verdankten die Gäste im Café des Guldenhofs Andrea Großmann, die den Juni-Kaffeenachmittag musikalisch farbenfroh gestaltet und ihre aufmerksame Zuhörerschaft von der ersten Minute an mit eingebunden hat.
Zunächst jedoch hat sie Seniorinnen und Senioren, die Pflegekräfte und die Flinken Socken des Fördervereins in Erstaunen versetzt, als sie Vesperboxen, Gefrierbehälter und Becher in den verschiedensten Farben auf den Tisch packte. Sie hatte ja schon immer, gern gesehener Gast bei den Kaffeenachmittagen, sich etwas Besonderes einfallen lassen; doch was hatte es wohl mit dieser Farbpalette auf sich? Des Rätsels Lösung: Sie spielte auf ihrem Akkordeon ein Lied und lud ihr Publikum ein, mitzusingen und darüber hinaus die Farbe zu nennen, die im Lied vorkam. Kam Rot darin vor, landete eine Kaffeekapsel in der roten Box, kam Gold vor, landete die nächste Kapsel im goldfarbenen Becher und so weiter. Am Ende eines höchst vergnüglichen Nachmittages wussten dann alle, dass die Farbe Rot haushoch gesiegt hatte: rote Lippen, roter Wein, die rote Sonne der Caprifischer, die im Meer versinkt, das knallrote Gummiboot oder das Dankeschön mit roten Rosen. Ganz gut behauptet hat sich auch die Farbe Blau: mit dem blau blühenden Enzian, den blauen Bergen oder den blue spanisch eyes. „Ach isch dees schee!“, freute sich eine Seniorin und bat die Flinken Socken, die Musikerin, die im Ersten Orchester des HHC Ditzingen spielt, schon bald wieder in den Guldenhof einzuladen. Weit abgeschlagen die Farbe Weiß, die aber im Rössl am Wolfgangsee zum Zuge gekommen ist oder die Grün im Kufsteinlied.
Und dann gab es da auch noch Lieder, in denen gleich mehrere Farben vorgekommen sind. Für die Seniorinnen und Senioren null problemo, ob die Hirschlanderin nun das Lieblingslied des früheren Bundespräsidenten Walter Scheel oder die Tulpen aus Amsterdam dargeboten hatte.
Der Förderverein bedankt sich sehr herzlich bei der einfallsreichen Akkordeonspielerin und allen, die im Hintergrund mitgewirkt haben wie die ausgesprochen flotten Flinken Socken oder das liebenswürdige Betreuungsteam aus dem Haus unter Leitung von Caren Schröter, das kurzerhand mit seiner pfiffigen Personal-Polonaise den Saal zum Staunen gebracht hatte. (Für den Förderverein Haus Guldenhof: Barbara Radtke)


