Seit am 24. Februar vom Betriebshof die Abschrankungen bereitgestellt worden sind, wurden diese jeden Abend von NABU-Aktiven auf- und am nächsten Morgen wieder zur Seite gestellt.
Trotz der langen Trockenheit sind zunächst die Grasfrösche und kurz darauf auch die Erdkröten zum Erstaunen der Naturschützer konsequent in großer Zahl zu den beiden Naturteichen unterhalb des Hausener Hofs gewandert, vermutlich wegen der noch immer feuchten Waldböden. Auch die zunehmend kühlen Nachttemperaturen hätten daran nichts geändert, denn vor Mitternacht blieb es bislang mit fünf bis zehn Grad noch warm genug.
Wie wertvoll der nun schon seit über zwanzig Jahren andauernde aufwändige Einsatz der Hechinger NABU-Gruppe zusammen mit Familie Bozler/Beck vom Stauffenberger Hof ist, zeigt das auf dem Verbindungssträßchen nach Weilheim gemachte Foto auf. Erdkröten halten sich nämlich gerne länger auf dem relativ warmen Straßenbelag auf, zudem haben die Männchen auf den Wegen eine bessere Sicht auf die wenigen weiblichen Tiere, von denen sie sich oft huckepack das letzte Wegstück zum Gewässer tragen lassen. Es genügt ein nächtlich durchfahrendes Auto, um Dutzende zerquetsche Amphibien auf der Straße zurückzulassen.
Nur wenige Amphibien wurden hingegen auf dem Waldabschnitt der Zufahrtsstraße zum Lindich und am Eisweiher gezählt. Hier scheint die Population Jahr für Jahr abzunehmen, stellt Eckhart Rommel von der NABU-Gruppe fest, der mehrmals in der Woche unterwegs ist, um die nächtlichen Wanderbewegungen der Tiere zu kontrollieren und dementsprechend den „NABU-Schrankendienst“ zu organisieren.