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Vielfalt erleben, Demokratie stärken – Projekttag an unserer Schule

Ganz im Zeichen von Vielfalt, Empowerment und Demokratiebildung stand der diesjährige Projekttag am RGE. Einen ganzen Schultag lang beschäftigten sich...
Mehrere bedruckte Beutel aus der "Druckwerkstatt" auf einem Tisch.

Ganz im Zeichen von Vielfalt, Empowerment und Demokratiebildung stand der diesjährige Projekttag am RGE. Einen ganzen Schultag lang beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in rund 30 Workshops, Exkursionen und kreativen Angeboten mit gesellschaftlichen Fragen, unterschiedlichen Lebensrealitäten und dem respektvollen Miteinander. Geleitet wurden die Angebote von Lehrkräften und Expert*innen aus ganz Deutschland.

Den Auftakt bildete eine gemeinsame Vollversammlung in der Aula. Beiträge der Schulleitung, der SMV sowie der Schulband sorgten für einen stimmungsvollen Start in den Tag. Zudem wurde ein Teil der Einnahmen des Adventsmarkts Ende November feierlich als Spende übergeben. Im Anschluss informierte eine Vertreterin über die anstehende Abstimmung zum Beitritt unserer Schule zum Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, die nach dem Projekttag stattfinden wird.

Gegen 8:00 Uhr begannen die zahlreichen Projekte. Kreativ ging es beim Gestalten bunter Stofftaschen und Stühle zu, während andere Gruppen Schriften aus aller Welt kennenlernten und selbst ausprobieren konnten. Eine Theaterpädagogin arbeitete mit Standbildern zum Thema Gerechtigkeit und regte die Jugendlichen dazu an, gesellschaftliche Fragen szenisch zu reflektieren.

Auch kulinarisch wurde Vielfalt erfahrbar: Die Mutter einer Schülerin kochte mit den Schüler*innen eritreische Gerichte und gab dabei persönliche Einblicke in Kultur und Alltag ihres Herkunftslandes. Das gemeinsame Essen – und der frisch geröstete Kaffee zum Abschluss – kamen bei allen Beteiligten hervorragend an.

Politische Bildung war ein weiterer Schwerpunkt des Tages. Referentinnen und Referenten der Bundeszentrale für politische Bildung führten Workshops zur Extremismusprävention durch. Für die Oberstufe bot ein Journalist eindrückliche Einblicke in die Neonazi-Szene und zeigte, wie wichtig Aufklärung und Widerstand sind. In zusätzlichen Empowerment-Workshops setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen Stärken auseinander und erarbeiteten Strategien für ein wertschätzendes Miteinander.

Auch Inklusion wurde konkret erfahrbar: Blindenvereine und Blindensportler ermöglichten den Jugendlichen unter anderem im „Dunklen Café“ neue Perspektiven auf den Alltag ohne Augenlicht. Eine Schülergruppe machte sich zudem auf den Weg nach Esslingen am Neckar, um Behindertensport kennenzulernen, unterstützt wurden sie hier von „Fechten zu Fuß, im Rollstuhl oder blind“ vom SV1845 Esslingen. Schon die Anreise im Rollstuhl zeigte, mit welchen Barrieren Menschen mit Mobilitätseinschränkungen täglich konfrontiert sind.
Einen bewegenden Einblick in soziale Realitäten boten die Mitarbeiterinnen vom Haus Linde und dem Tafelladen in Ebersbach, die über das Leben in Armut und Obdachlosigkeit berichteten und eindrucksvoll schilderten, welche Herausforderungen Menschen auf der Straße bewältigen müssen.

Weitere Exkursionen führten ins Kunstmuseum nach Stuttgart, ins Christophsbad mit Angeboten rund um psychische Gesundheit sowie nach Ebersbach an der Fils, wo die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Stadtarchivar Uwe Geiger die lokale NS-Vergangenheit erkundeten.

In allen Workshops stand im Mittelpunkt, das eigene Handeln zu hinterfragen, Vorurteile abzubauen und konkrete Werkzeuge für ein solidarisches Zusammenleben zu entwickeln.

Das bunte Finale bildete ein „Markt der Vielfalt“, bei dem Schüler*innen und Interessierte die Ergebnisse der Projekte in Form von Plakaten und Präsentationen erkunden konnten. Besonders gefreut haben wir uns über das große Interesse der Eltern, die zahlreich erschienen sind. Der lebendige Austausch zeigte, wie vielfältig die Erfahrungen dieses Tages waren.

Ein herzlicher Dank gilt allen Referentinnen und Referenten, die ihre Zeit und Expertise eingebracht haben, sowie unseren engagierten Schülerinnen und Schülern. Finanziell unterstützt wurde der Projekttag vom türkischen Elternverein, Bücher tun Gutes e. V. und der Stiftung „Demokratie leben!“.

Der Tag machte deutlich: Vielfalt bereichert unsere Schulgemeinschaft – und Demokratie lebt davon, dass wir sie gemeinsam gestalten.

Eine Pinwand mit Fotos des Theaterworkshops
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Ausgabe 09/2026
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