
Ein kleiner Feldbewohner mit großer Botschaft
Das Rebhuhn übernimmt ab Januar 2026 das Amt des aktuellen Jahresvogels, dem Hausrotschwanz. Mit 81.855 Stimmen (44,5 Prozent) ergatterte der Hühnervogel den Pokal, dahinter, mit deutlichem Abstand auf Platz 2: die Amsel mit 49.011 Stimmen (26,6 Prozent).
Das Rebhuhn gehört zur Familie der Hühnervögel. Anders als seine schillernden Verwandten verzichtet es auf auffälligen Federschmuck. Männchen und Weibchen sehen sich erstaunlich ähnlich. Ihr graubraunes Gefieder ist perfekt getarnt für ein Leben am Boden, wo sie scharrend und pickend nach Nahrung suchen oder genüsslich Sand- und Staubbäder nehmen.
Die Ernährung ist überwiegend vegetarisch. Kleine Steinchen helfen bei der Verdauung. Doch gerade die Küken brauchen mehr: In den ersten Lebenswochen stehen Insekten, Spinnen und andere Kleintiere ganz oben auf dem Speiseplan.
Die Weibchen legen bis zu 20 Eier in gut versteckte Bodennester. Nach dem Schlüpfen führen beide Eltern ihre Küken gemeinsam. Auch wenn die Jungvögel nach fünf Wochen selbstständig sind, bleibt die Familie als sogenannte „Kette“ bis zum Winter zusammen.
Die Intensivierung der Landwirtschaft hat dem Rebhuhn stark zugesetzt. Seit 1980 ist der Bestand in Deutschland um 87 Prozent zurückgegangen– eine alarmierende Entwicklung.
Mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft, mehrjährige Brachen und eine extensivere Bewirtschaftung helfen dem Rebhuhn, wieder Fuß zu fassen. Auch der Verzicht auf Pestizide und eine angepasste Düngung fördern die Vielfalt von Insekten und Wildkräutern.
Die „NATURZEIT“-Vorträge starten wieder
Unsere Vortragsreihe „NATURZEIT“ geht in die nächste Runde, mit dem Vortrag von Günther Keim: Der Leimbach – von der Quelle bis zur Mündung.
Wir laden alle Interessierten zu dem kurzweiligen Vortrag am 5. November um 19:00 Uhr ins Vereinsheim des Anglersportvereins Walldorf ein.


