
Während viele Vogelarten im Winter an Nahrungsmangel leiden, geht es unseren Tieren im Vogelpark Neuthard gut. Sie werden täglich von unseren Falknern und den Futtermeistern zuverlässig versorgt. Die kalten Frosttage mit Eis und Schnee sind für einige Arten im Vogelpark kein Problem. So fühlen sich unsere Schnee-Eulen richtig wohl. Die Arktis-Bewohner sind zweistellige Minusgrade gewohnt. In freier Wildbahn in den nördlichen Breitengraden ist die Beschaffung von Nahrung das größte Problem. Die Schnee-Eule ist innerhalb ihres Verbreitungsgebietes ein sogenannter „Überlebenswanderer“, d. h., sie passt sich dem jeweiligen Nahrungsangebot an. Ihr Vorkommen ist dabei von den Bestandsschwankungen der Lemminge, ihrer Hauptbeute, abhängig. In sehr kalten, schneereichen Wintern oder nach einem Zusammenbruch der Population der Lemminge weichen Schnee-Eulen nach Süden bis nach Mittelrussland, Zentralasien, in die Mandschurei und die nördlichen USA aus. Diese Sorge der Nahrungsbeschaffung haben unsere Eulen im Vogelpark nicht.
Auch die anderen Tiere werden mit kalten Temperaturen gut fertig. Für alle stehen Schutzräume zur Verfügung, die genutzt werden können. Unsere Kronenkraniche sind im Winterhaus untergebracht. Die Ziegen im Streichelzoo haben ebenfalls Stallungen mit Einstreu, die sie vor Kälte schützen.
Wir hoffen, dass wir die aufgrund der Vogelgrippe gesperrten Bereiche im Vogelpark demnächst wieder für unsere Besucher öffnen können. Für unsere Gemeinde gab es zwar keine Aufstallpflicht beide Vogelparks hatten aber gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen.
