In den letzten Wochen haben sich die Besucher gewundert, warum der Bereich an der Steppenadler-Voliere abgesperrt war. Grund war die Lage des Geleges, erstmals unmittelbar am Zaun. Unsere Falkner haben deshalb den Bereich gesperrt, damit die Tiere bei der Brut nicht gestört werden. Inzwischen ist ein Jungtier geschlüpft, das heißt, die Sperre wird noch etwas dauern.
Der Steppenadler (Aquila nipalensis) ist eine Vogelart aus der Gattung der echten Adler (Aquila). Er besiedelt Halbwüsten, Steppen, Savannen und felsige Bergregionen bis auf eine Höhe von 2.300 m. Er jagt hauptsächlich Ziesel, die je nach Gegend und Jahreszeit bis 98,5 % seiner Nahrung ausmachen können. Ferner fängt er andere Nager, wie Gerbils, junge Steppenmurmeltiere und Pfeifhasen. Genistet wird am Boden, in Büschen oder niedrigen Bäumen in einem aus Ästen gebauten Nest. Das Gelege besteht aus 2–3 Eiern, die während rund 45 Tagen ausgebrütet werden. Die Nestlingszeit dauert 90–99 Tage. Steppenadler können mehr als 40 Jahre alt werden. Die europäische Population gilt mit 800–1200 Brutpaaren als unmittelbar vom Aussterben bedroht. Wir freuen uns mit unseren Falknern sehr über diesen Zuchterfolg.
Wie in den vergangenen Jahren wird sich der Vogelverein Neuthard an einem Auswilderungsprogramm für Habichtskäuze im Bayerischen Wald und im Fichtelgebirge beteiligen. In Kürze wird uns einer der im Vogelpark Neuthard gezüchteten Käuze verlassen und ausgewildert werden. Wir wollen damit einen Beitrag zur Wiederansiedelung dieser stark bedrohten Art leisten. Näheres erfahren Sie im Internet unter folgender Adresse:



