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Volk erneut Landesmeisterin bei den Kadetten

In Hockenheim fand am 1. Februar die Landesmeisterschaft der U18 (Kadetten) im Judo statt. Mit Philipp Semke, Sophia Kaiser und Latika Volk gingen drei...
Latika Volk (links), Sophia Kaiser (rechts) und Trainer Dominik Riedel freuten sich über die Platzierungen.
Latika Volk (links), Sophia Kaiser (rechts) und Trainer Dominik Riedel freuten sich über die Platzierungen.Foto: Dominik Riedel

In Hockenheim fand am 1. Februar die Landesmeisterschaft der U18 (Kadetten) im Judo statt. Mit Philipp Semke, Sophia Kaiser und Latika Volk gingen drei Kämpfer des Budo-Clubs Hemsbach an den Start. Zunächst wurden die Wettkämpfe der Jungen ausgetragen, anschließend folgten die Kämpfe der Mädchen.

Philipp ging bis 60 Kilogramm an den Start und erwischte eine 16er-Liste mit neun Teilnehmern. Der Hemsbacher und sein Kontrahent aus Albtal waren die Einzigen, die einen Vorrundenkampf hatten. Philipp war kräftemäßig überlegen und kontrollierte den Kampf von Beginn an. In einem günstigen Moment setzte er zu seiner Spezialtechnik, dem Seoi-otoshi, an. Überrascht von der Aktion fiel der Gegner auf den Rücken und der Kampfrichter streckte Ippon (vorzeitiger Sieg). Damit hatte sich Philipp ins Viertelfinale vorgekämpft, in dem der Rest automatisch war. Hier traf Semke auf einen Gegner aus dem südbadischen Villingen. Erneut körperlich überlegen, setzte er zur Spezialtechnik an und ging mit Waza-ari in Führung. Kurze Zeit später ergab sich erneut der Moment und Philipp erhielt einen zweiten Waza-ari, welche sich zusammen zu Ippon aufsummierten. Mit dem zweiten Sieg stand Philipp im Halbfinale. Hier traf er auf den späteren Turniersieger aus Karlsruhe. Vor dem Kampf hatten Philipp und sein Heimtrainer eine Taktik besprochen: Ziel war es, den Linkskämpfer am Revers zu bekämpfen und somit passiv aussehen zu lassen. In der ersten Minute machte Semke dies hervorragend und drückte dem Karlsruher dadurch zwei Shido auf. Dann packte den Hemsbacher die Ungeduld und er verließ die Taktik, was zur ersten Wertung für den Gegner führte. Mit dem Rückstand im Rücken musste Philipp den Kampf offener gestalten, was dem Gegner jedoch die Chance brachte, erneut zu werfen. Nach dem ärgerlich verlorenen Halbfinale stand der Kampf um Platz drei an. Dort traf der Hemsbacher auf einen Judoka aus Pforzheim. Zu Beginn des Kampfes unterlief Philipp ein Fehler, der ihn leider früh den Kampf kostete. Damit blieb Semke nur der undankbare fünfte Platz, welcher sich nicht zur nächsthöheren Meisterschaft qualifiziert.

Weiter ging es mit Sophia Kaiser bis 57 Kilogramm. Sie erwischte eine 6er-Liste, wobei der Wettkampf in zwei 3er-Pools ausgetragen wurde, in denen jede gegen jede kämpfte, bevor überkreuzt die Halbfinals ausgekämpft wurden. Im ersten Poolkampf dominierte Kaiser das Griffduell und ging mit einer Fußtechnik per Yuko in Führung. Eine kurze Unaufmerksamkeit ermöglichte der Gegnerin jedoch den Ausgleich. Davon ließ sich Kaiser nicht beirren, setzte entschlossen ihre Spezialtechnik Seoi-nage an und erzielte einen Waza-ari. Im direkten Übergang brachte sie ihre Gegnerin in einen Haltegriff und erarbeitete sich einen weiteren Waza-ari, der ihr den Sieg sicherte. Im zweiten Poolkampf traf Kaiser auf die spätere Turniersiegerin, die sich als klar überlegen erwies und den Kampf früh für sich entschied. Als Zweite ihres Pools zog Kaiser dennoch ins Halbfinale ein, wo sie auf die Siegerin des anderen Pools traf. Die Hemsbacherin zeigte eine starke Leistung und war mit zwei Aktionen nahe an einer Wertung. Kurz vor Kampfende führte jedoch eine kleine Unaufmerksamkeit dazu, dass ihre Gegnerin einen Yuko erzielte. Diesen Rückstand konnte Kaiser nicht mehr aufholen und belegte am Ende einen starken dritten Platz. Mit der Bronzemedaille qualifizierte sie sich für die Süddeutschen Meisterschaften in Pforzheim.

Zum Schluss ging Latika Volk bis 63 Kilogramm an den Start. Hier waren insgesamt fünf Sportlerinnen anwesend, was den Modus jede gegen jede bedeutete. In der ersten Begegnung traf Latika auf eine wild kämpfende Gegnerin. Sie brachte diese zu Boden und würgte sie im Übergang ab. Im zweiten Kampf traf Volk auf eine Kontrahentin, die stabil ihre Auslage hielt. Hier konnte die Hemsbacherin ihr gewohntes Judo durchsetzen und ging mit ihrer Spezialtechnik, Uchi-mata, in Führung. Anschließend nutzte sie einen dominanten Griff und war mit einer Selbstfalltechnik erfolgreich. Im dritten Kampf nutzte Latika den gleichen dominanten Griff über die Schulter auf den Rücken, wählte aber mit O-uchi-gari eine Wurftechnik nach hinten. Hier hat sie hervorragend wahrgenommen, dass die Gegnerin ihr Gewicht nach hinten verlagert hatte und somit nur eine Rückwärtstechnik sinnvoll ist. Im letzten Kampf traf Volk auf eine ein Kopf größere Gegnerin aus Heidelberg. Dabei war die Taktik, den rechten Arm der Gegnerin zu neutralisieren, sodass sie ihren Größenvorteil nicht nutzen konnte. Dieser Plan ging auf und Volk erzielte eine erste kleine Wertung. Im Verlauf des Kampfes gelang es ihr, einen Angriff der Heidelbergerin zu kontern und damit einen zweiten Yuko einzufahren. Diese Führung verteidigte Latika bis zum Schluss. Mit vier Siegen in vier Kämpfen darf sich Latika wiederholt nach 2025 Landesmeisterin der Kadetten nennen. (pm/red)

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