Karlsruhe, 13.04.2026 – Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Bezirksverband Nordbaden lädt im April zu zwei hochkarätigen Veranstaltungen ein, die sich mit historischen und aktuellen Fragen von Krieg, Gewalt und deren Folgen auseinandersetzen.
Den Auftakt bildet am Dienstag, 21. April 2026, um 19:00 Uhr ein Onlinevortrag zum Thema „Die Enteignung der jüdischen Gewerbetreibenden in Bruchsal“. Der Historiker Michael Becker analysiert die systematische Verdrängung und „Arisierung“ jüdischer Unternehmen während der NS-Zeit in Baden. Im Fokus stehen sowohl die lokalen Akteure als auch die oft informellen Dynamiken vor Ort, die zur Entrechtung und wirtschaftlichen Vernichtung führten. Der Vortrag ordnet die Ereignisse in Bruchsal in den größeren Zusammenhang der nationalsozialistischen Herrschaftsmechanismen ein.
Anmeldungen bitte per E-Mail an bv-karlsruhe@volksbund.de
Eine Woche später, am 28. April 2026 von 19:00 bis 20:30 Uhr, folgt in der vhs Karlsruhe der Vortrag „Wie enden Kriege? – Betrachtungen auch zur Ukraine“. Der renommierte Konfliktforscher Gerald Schneider (Universität Konstanz) geht der Frage nach, warum Kriege oft lange andauern und welche Szenarien nach ihrem Ende möglich sind. Auf Grundlage vergleichender Analysen historischer und aktueller Konflikte – darunter Ukraine, Gaza und Syrien – zeigt er unterschiedliche Verlaufs- und Ausgangsformen von Kriegen auf.
Eine Einführung übernimmt Sylvia M. Felder, Regierungspräsidentin des Regierungspräsidiums Karlsruhe und Vorstandsmitglied des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Baden-Württemberg.
Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie der Volkshochschule Karlsruhe und leisten einen wichtigen Beitrag zur historischen Aufarbeitung sowie zur aktuellen politischen Bildung. Anmeldung über die Homepage der vhs Karlsruhe (vhs-karlsruhe.de / Kursnummer 262-24132).