
Am 03. April 1901 wurde in Wittendorf ein Mann geboren, dessen Werk bis heute Maßstäbe in der deutschen Islam-Wissenschaft setzt. Rudi Paret. Zum 125. Geburtstag würdigen wir den Sohn des bekannten Wittendorfer Pfarrers Wilhelm Paret und dessen Fau Maria, der als Übersetzer des Korans Weltruf erlangte und mit sämtlichen Experten der Welt, u.a. auch mit Henry Kiesinger und Roman Herzog korrespondierte.
Aufgewachsen in der schwäbischen Pfarrhaus-Idylle des Schwarzwalds, als Sohn des dortigen Pfarrers, schien der Weg zunächst vorgezeichnet. Doch nach seinem Theologiestudium in Tübingen zog es den jungen Rudi in die Ferne, genauer gesagt in die Tiefen der orientalischen Sprachen und Kultur.
Warum feiern wir Rudi Paret heute noch?
Er war einBrückenbauer dem es nie um Missionierung ging, sondern um das reine Verständnis des Fremden. Seine Kommentare zum Koran sind bis heute Standardwerke für Studierende und Forscher weltweit. Sein Geburtstag erinnert uns daran, dass der Dialog zwischen Orient und Okzident auf Wissen und Respekt basieren muss.


