An einem trüben und kalten Samstagmorgen im Mai biegt ein alter Land Rover Defender mit großem Pferdeanhänger auf den Rasthof Bruchsal ein. Wir warten bereits ungeduldig. Kurz darauf steigen Tanja und Frank vom Verein PLAnbe e.V. aus und begrüßen uns herzlich. In ihrem Anhänger befinden sich 285 Legehennen auf dem Weg in ein neues Leben.
Eigentlich hätten die einjährigen Hennen an diesem Tag zum Schlachthof gebracht werden sollen. Doch dank der Rettungsaktion erhalten alle 285 Tiere eine Chance auf ein neues, artgerechtes Leben. Während der Land Rover seine Fahrt fortsetzt und die Hennen an verschiedene Rettungs- und Pflegestellen in ganz Deutschland gebracht werden, dürfen acht von ihnen ihren Weg nach Untergrombach antreten. Für unsere Schützlinge beginnt damit der letzte kurze Abschnitt ihrer Reise in ihr neues Zuhause. Ihr Ziel ist Parzelle 5 des Kleintierzuchtvereins in Untergrombach. Dort erwartet sie ein neues Freigehege. Ein Ort, an dem sie künftig ohne den Stress und die Enge der industriellen Haltung leben dürfen. Ein ruhiges Zuhause, in dem sie einfach Hühner sein können.
Die Rettung und Übergabe der Hennen wurde von Vereinsmitglied Kerstin Mohr organisiert. Durch ihre Kontaktaufnahme mit PLAnbe e.V. konnte die Zusammenarbeit entstehen und die Tiere ihren Weg nach Untergrombach finden.
PLAnbe e.V. engagiert sich deutschlandweit mit großem Einsatz für die Rettung von Hennen aus der Massentierhaltung. Ziel des Vereins ist es, den Tieren nach ihrem Einsatz in der Industrie ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern organisiert der Verein Rettungsaktionen und vermittelt die Tiere an Menschen, die ihnen ein liebevolles Zuhause schenken möchten. Denn erst durch diese Unterstützung erhalten die geretteten Hennen eine echte Chance.
Begonnen hat dieses besondere Projekt bereits vor etwa einem Jahr. In einer Mitgliederversammlung beschloss der Verein, die Parzelle 5 künftig als Mitglieder- und Jugendparzelle zu nutzen. In diesem Zusammenhang stellte Dominik Mohr die Idee einer „Rettet das Huhn“-Parzelle vor. Die Mitglieder schenkten dem Projekt trotz einiger Bedenken ihr Vertrauen und stimmten dem Vorhaben zu.
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