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Von Dielheim an die Weltspitze

Fit & Fun-Radler Wolfgang Blender bei der UCI Gran Fondo Weltmeisterschaft in Australien Wenn Leidenschaft, Ausdauer und Disziplin zusammentreffen, entstehen...
Zielankunft
ZielankunftFoto: Blender

Fit & Fun-Radler Wolfgang Blender bei der UCI Gran Fondo Weltmeisterschaft in Australien

Wenn Leidenschaft, Ausdauer und Disziplin zusammentreffen, entstehen Geschichten, die weit über den Vereinsalltag hinausreichen. Eine solche Geschichte hat unser Fit-&-Fun-Kollege Wolfgang Blender im Jahr 2025 geschrieben – und zwar einmal rund um den Globus.

Der erfahrene Rennradfahrer nahm an den UCI Gran Fondo World Championships 2025 im australischen Lorne entlang der legendären Great Ocean Road teil. Vom 5. April bis 3. November 2025 war Wolfgang unterwegs : 25 Tage, 7 Länder, 18 Footprints und unglaubliche 21.200 Kilometer.

Der lange Weg zur WM – Vorbereitung auf höchstem Niveau

Der Grundstein für dieses Abenteuer wurde bereits im Frühjahr gelegt. Den Saisonauftakt bildete ein Trainingslager auf Mallorca (5.–12. April). Statt der gewohnten Region Alcúdia ging es dieses Mal nach Palma/Arenal. Bei fünf intensiven, aber bewusst dosierten Trainingsrunden bei sonnigen 19 °C sammelte Wolfgang wichtige Grundlagenkilometer – ein perfekter Einstieg nach dem Winter.

Amstel Gold Race (19. April, Niederlande)
240 selektive Kilometer rund um Valkenburg – anstrengend, aber deutlich stärker als im Vorjahr.

UCI Gran Fondo Qualifier Mörbisch (4. Mai, Österreich)
Das entscheidende Qualifikationsrennen. Nach kurzer Akklimatisierung in Wien ging es an den Neusiedler See. Ein knallhartes Rennen, das schon nach wenigen Kilometern vorentschieden war – erfolgreich gemeistert!

3-Länder-Giro Nauders (29. Juni)
Über Stilfser Joch, Ofenpass und Norbertshöhe. 160 km und 3.500 Höhenmeter – deutlich schneller als 2024.

L’Étape Tour de France (20. Juli)
Ein Mega-Event mit rund 16.000 Teilnehmern: Col de Saisies, Cormet de Roselend und das brutale Finale hinauf nach La Plagne.

L’Étape Tour de France Femmes (2. August)
Unter extremen Bedingungen über den Col de la Madeleine – Regen, Kälte, Durchhalten. Belohnt wurde der Einsatz am Folgetag mit bestem Wetter und der legendären Auffahrt Lacets de Montvernier.

Cyclassics Hamburg (17. August)
Flach, schnell, mit Köhlbrandbrücke und einem beeindruckenden 41er-Schnitt.

Alpenbrevet Platin (6. September, Schweiz)
Ein epischer Marathon: 267 km, 6.800 Höhenmeter über fünf Alpenpässe. Start und Ziel im Dunkeln – hier zählte vor allem der Wille.

Ankunft am anderen Ende der Welt

Am 12. Oktober 2025 landete Wolfgang nach rund 20 Stunden Flug in Melbourne. Jetlag, Müdigkeit – aber auch Neugier und Vorfreude. Die Tage bis zum Rennen nutzte er geschickt für Tapering, Sightseeing und erste lockere Radeinheiten entlang der Strände und durch die City.

Weiter ging es nach Lorne, dem WM-Austragungsort. Dort standen Streckenchecks, Regenwald-Wanderungen, Küstenfahrten auf der spektakulären Great Ocean Road und die feierliche Eröffnungszeremonie auf dem Programm.

Eine Strecke, die keine Fehler verzeiht

Der WM-Kurs hatte es in sich:
130 km, ein langer Anstieg direkt nach dem Start, Wind auf der Hochebene, ein zweiter brutal unrhythmischer Berg und zum Schluss ein ständiges Auf und Ab entlang der Küste. Wolfgang analysierte schnell: Die Entscheidung fällt früh.

Der große Tag – UCI Gran Fondo Weltmeisterschaft

Am 19. Oktober 2025 war es so weit. Schon im ersten Anstieg ging es ans absolute Limit.
„Wenn man 1.500 Meter nach dem Start Blut im Mund schmeckt und noch 120 Kilometer vor sich hat, dann ist man bei der WM“, fasste Wolfgang das Rennen treffend zusammen.

Der starke Wind mit Böen bis 50 km/h, technische Abfahrten und das hohe Anfangstempo sortierten das Feld gnadenlos. Trotz aller Erfahrung und Motivation im Nationaltrikot wurde Wolfgang früh in eine Verfolgergruppe eingeordnet, kämpfte sich aber beherzt bis ins Ziel.

Ergebnis: Platz 133 bei einer Weltmeisterschaft
Rund vier Stunden Rennzeit
Ein unvergessliches Erlebnis

Mehr als nur ein Rennen

Wolfgang hat nicht nur ein sportliches Ziel erreicht – er hat gezeigt, was mit konsequenter Vorbereitung, Leidenschaft und mentaler Stärke möglich ist.

Lieber Wolfgang, die Fit-&-Fun-Gruppe und der ganze TV Dielheim sind stolz auf dich. Glückwunsch zu dieser außergewöhnlichen Leistung – und Respekt für deinen Weg von Dielheim bis zur Weltmeisterschaft!

On the road – unterwegs
On the road – unterwegs.Foto: Blender
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exklusiv online
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