Senkrecht stehende Plastik- und Metallrohre im Garten, auf Baustellen oder in Schuppen werden für viele Singvögel unbemerkt zur tödlichen Falle. Ein aktueller, dokumentierter Fund aus der Fachliteratur verdeutlicht das Ausmaß dieser oft übersehenen Gefahr. Aus einem einzigen, circa zwei Meter langen Kunststoffrohr mit nur sieben Zentimetern Durchmesser, das senkrecht in einer Hecke stand, wurden die Überreste von insgesamt 114 Vögeln geborgen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass vor allem Kohl- und Blaumeisen, aber auch Kleiber, Zaunkönige und Sperlinge betroffen waren. Die Vögel schlüpfen auf der Suche nach Nahrung, Schutz oder Nistplätzen in die engen Öffnungen. Einmal hineingerutscht, können sie ihre Flügel nicht mehr ausbreiten, finden an den glatten Innenwänden keinen Halt und verenden hilflos. Auch im Gebälk von Schuppen oder Scheunen gelagerte, aufrecht abgestellte Abwasserrohre führen regelmäßig zum Tod von Jungvögeln. Da diese Gefahren meist aus Unwissenheit entstehen, bittet die Gemeinde alle Bürgerinnen und Bürger um Aufmerksamkeit.
So können Sie helfen und Vögel schützen:
Mit minimalem Aufwand und offenen Augen lassen sich diese tragischen Unfälle im Wohnumfeld vollständig verhindern.