Letzte Woche Dienstag kam wieder einmal eine kleine Runde interessierter Hobbygärtner zusammen, um der Fortsetzung der Vortragsreihe von Karlheinz Gräßer zu folgen. Dieses Mal ging es um Küchenkräuter. Nicht nur, dass diese eine Zierde zwischen Gemüsebeet und Blumenpracht sind, sondern auch kulinarische Highlights bieten. Bei Familie Gräßer sorgt die Vielfalt alter wie auch moderner Kräutergewächse für den nötigen Kick in der Küche. Bei den Umschreibungen diverser Variationsmöglichkeiten an Salatsoßen, Dips, Chutneys und Pestos stiegen einem schon beim Zuhören vielversprechende Düfte in die Nase. Zur Demonstration bekam die Zuhörerschaft auch Kräuterbutterbaguette gereicht, um vollends dem Gemüse-Kräuteranbau verfallen zu wollen. Also wieder einmal hat Karlheinz es geschafft, seine große Leidenschaft in Wort, Bild und Herzhaftes zu binden.
Wieso, weshalb, warum überhaupt Kräuter? Wer sich ein wenig mit Kräuterkunde beschäftigt, weiß schnell, es gibt für nahezu jeden Anwendungsbedarf das passende Grün. Und da es die einfachste Art und Weise ist, sein Stückchen Gartenerde zu bestücken, sind Kräuter nicht nur dekorativ, sondern auch voll im Trend. Einige der Kräuter vermehren sich wie „Unkraut“, was Herr Gräßer allerdings nicht als solches bezeichnet, sondern fachmännisch als Beikäuter bezeichnet. Einmal gepflanzt, sind einige Kräuter sehr genügsame Gartenbewohner. Brauchen nicht viel, suchen sich ihre Nachbarn auch gerne mal im Alleingang aus und nutzen kleinste Mauerritzen, um dem Gärtner einen grünen Teppich auszurollen. Außerdem kommen viele der Kräutervarianten mit Trockenperioden gut zurecht. Das kommt auch einmal jenen Gärtnern entgegen, die nicht, wie Karlheinz, den Grünen Daumen gepachtet haben. Wie schon in seinen vorherigen Vorträgen setzt Karlheinz auch hier auf bewerte Zulieferer und Artenreichtum. Denn das „Baumarktgestrüpp hält nicht immer, was es verspricht.“
Eine Vorsetzung zum Thema Kräuter, was ein ungeahnt großes Feld einnimmt, folgt am 14.10.2025 wie gewohnt um 19 Uhr im Rathaussaal Ettlingen Oberweier. Und Herr Gräßer wünscht auf jeden Fall, die gleichen Gesichter wiederzusehen und zusätzlich hätte er auch mal gerne etwas junges Gemüse dazwischen sitzen, das Gefallen am Gärtnern haben und nicht, wie er, augenzwinkernd gerne einmal einwirft, beratungsresistent sind.
Denn, wie gehabt, die Vielfalt macht es erst richtig spannend.