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Vulkania Oberriexingen begeistert mit Jubiläumsmusical

Vulkania Oberriexingen begeistert mit Jubiläumsmusical Ebenso amüsant wie berührend präsentierte sich das Jubiläums-Musical, das der Gesangverein...
Foto: Vera Gergen mit freundlicher Genehmigung der VKZ

Vulkania Oberriexingen begeistert mit Jubiläumsmusical

Ebenso amüsant wie berührend präsentierte sich das Jubiläums-Musical, das der Gesangverein Vulkania Oberriexingen am Wochenende vom 24. bis 26.04.2026 in der dreifach ausverkauften Festhalle der Enz-Stadt aufführte. Unter dem Titel „Es war (einmal) dreimal – Chaos im Königreich" verzauberte das musikalische Märchen mit bekannten Liedern großer Musicals zu Live-Musik und einer selbstgeschriebenen Handlung rund 700 Zuschauer.

Zum 150-jährigen Geburtstag des Gesangvereins habe man etwas Besonderes auf die Beine stellen wollen, „das uns allen gefällt und wofür wir uns alle begeistern können“, berichtete der erste Vorsitzende Axel Hohn zur Projektentstehung. Daher habe man die Mitglieder Vorschläge für ein selbstgeschriebenes Musical machen lassen. Herausgekommen ist eine magische Geschichte, die wie alle Märchen mit „Es war einmal“ beginnt. Sie erzählt von einem Königreich, das nach dem Tod des Monarchen ins Wanken gerät und durch eine Hochzeit gerettet werden soll. Mit der selbstbewusst-emanzipierten Aurora (Celine Weiß), der introvertierten, besonnenen Bella (Stephanie Riedel) und der ebenso abenteuerlustigen wie quirligen Clara (Carolin Haverkamp) präsentieren sich dem auserwählten Prinzen Louis von Kaltenstein (Moritz Fetzer) auf dem „Ball des Jahrzehnts“ gleich drei Königstöchter - allerdings mit völlig verschiedenen Vorstellungen von Freiheit, Liebe und künftigen Pflichten. Stets an der Seite der so unterschiedlichen Schwestern sorgt Diener Hanife (Ronnie Renz) als Eunuch aus dem „Ori-End“ mit seiner Zaubertasche und der „Kugel Maps“ für allerlei Überraschungen, insbesondere als der Bräutigam in Folge einer infamen Intrige plötzlich verschwindet. Denn die machtbesessene, Königsschwester, Erzherzogin Xenia (Brigitte Stroh), hat ihre ganz eigenen Pläne für die Zukunft des Reiches.

Passend zur Handlung mit witzig-pointierten Dialogen erklangen wunderschöne Songs aus 19 legendären Musicals. Dabei präsentierte sich der 45-köpfige Chor Lava unter der Leitung von Chordirektor Martin Falk in diversen Formationen stimmsicher und mit ausgefeilter Choreografie, unterstützt vom Jugendchor Magma mit dreizehn Sängerinnen und dem Kinderchor Vulkids unter der Leitung von EstiraNikkhah. Ob mit Tabalugas „Nessaja“, „A million dreams“ aus „Greatest Showman“, „Frei und schwerelos“ aus „Wicked“, „Raise your voice“ aus „Sister Act“ oder weiteren emotionalen Titeln wie „Circle of Life“ und „Can you feel the love tonight“ aus „König der Löwen“, „Ich lass los“ von der „Eiskönig“ und „Ich hab geträumt“ aus „Les Misérables“ reihte sich gefühlt ein Gänsehautmoment an den nächsten. Dafür sorgten neben den Choristen nicht nur die Live-Band mit Martin Falk am Keyboard, Andreas Herzberg am Schlagzeug, Valentin Becker an der Gitarre undLukas Falk am Bass, sondern vor allem die bereits erwähnten Solistinnen und Solisten sowie Nina Könnel als strenge und doch bestechliche Äbtissin mit ihrem ergreifenden Gesang, ergänzt von Bianca Frech, Tina Gruschwitz, Jürgen Klein und Jolanda Klett mit kleineren Parts aus der Mitte von Lava. Und auch die übrigen Schauspielerinnen wie Tanja Klein als gütige Prinzessinnenmutter, Sarah Dörr und Pauline Kreth als Novizinnen sowie insbesondere Evelyn Fetzer als überdrehte und zugleich unterschätzte Tochter Xenias begeisterten die Gäste im Saal, waren ihnen die Rollen doch wie auf den Leib geschneidert und von Regisseur Ronnie Renz optimal in Szene gesetzt. Diese tolle Leistung belohnte das Publikum am Ende mit stehenden Ovationen und bestand selbstverständlich auf eine Zugabe.

So erklang nochmals einer der Höhepunkte – quasi als Hymne des soliden „Königreich Vulkanien“ – nämlich der High School Musical-Hit „We`re all in this together! Together, together, come on let's have some fun. Together, we're there for each other every time.“ Genau dies hatte sich Axel Hohn nach eigener Aussage für das Jubiläums-Musical gewünscht, „dass alle viel Spaß und gute Laune bei den Vorbereitungen haben und dass wir uns gegenseitig unterstützen und zusammenhalten“. „Die Vulkania-Familie ist weit mehr als ein Ort des gemeinsamen Singens. Sie ist eine Gemeinschaft mit Herz, in der Freundschaften entstehen, Generationen miteinander verbunden sind und Traditionen gepflegt werden, ohne den Blick für Neues zu verlieren. Wir möchten auch in Zukunft die Freude am gemeinsamen Singen leben und weitergeben, möchten junge Menschen für die Musik begeistern und unseren Beitrag zum kulturellen Leben leisten - getragen von Gemeinschaft, Offenheit und der Liebe zur Musik“, betonte Axel Hohn zudem, bevor er bereits das nächste Highlight im Jubiläumsjahr verriet. „Die Vulkania bekommt am 20. Juni im Rahmen des Landes-Musik-Festivals in Sinsheim die Conradin-Kreutzer-Tafel vom Land Baden-Württemberg durch ein Mitglied der Landesregierung verliehen“, so der langjährige Vorsitzende gegenüber unserer Zeitung.

Text und Bilder Vera Gergen mit freundlicher Genehmigung der VKZ

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Mitteilungsblatt Oberriexingen – Amtsblatt der Stadt Oberriexingen
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Ausgabe 19/2026
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