Am Samstag, dem 13. Dezember 2025, hatten der Projektierer Alterric, die Gemeinde Loßburg und die Bürgerinitiative Nordschwarzwald-Gäu zu einem Waldspaziergang zu den geplanten Standorten der Windkraftanlagen im Stiftungswald Loßburg-Schömberg eingeladen. Rund 30 Interessierte folgten der Einladung. Falk Burkhardt (Alterric) führte die Gruppe und erklärte kenntnisreich die Kriterien für die Auswahl der Standorte.
Viele Fragen an Herrn Burkhardt betrafen die Anlagensicherheit, insbesondere bezogen auf die Trinkwassertalsperre Kleine Kinzig.
In Deutschland sind keine Havariefälle von Windkraftanlagen bekannt, die einen nachhaltigen Effekt auf das Trinkwasser oder ein Wasserschutzgebiet hatten. Um den Austritt dieser Stoffe zu verhindern, haben die Windkraftanlagen entsprechende Rückhaltevolumen im Maschinenhaus und Turm. Moderne Windkraftanlagen sind mit Steuerungs- und Kontrolltechniken ausgestattet, die Fehlfunktionen oder Flüssigkeitsverluste schnellstmöglich detektieren. Über eine 24h-Leitwarte können die Anlagen sofort abgeschaltet werden. Im Brandfall springen Löscheinrichtungen in der Gondel unter Verwendung von Inertgasen an.
Während der Baumaßnahmen werden besondere Maßnahmen ergriffen, um die Trinkwasserressourcen zuverlässig zu schützen. Dazu gehören unter anderem eine bodenkundliche Baubegleitung und die Bereitstellung von Havarie-Containern.
Nach zweieinhalb Stunden waren alle Fragen erschöpfend beantwortet, und es ging zurück zum Wanderparkplatz Vordersteinwald.