Die Wanderausstellung „Nie wieder Krieg“ ist weitergezogen und nun auf dem Friedhof in Leopoldshafen bei den Ehrengräbern zu sehen. Nachdem die Ausstellung auf dem Friedhof in Eggenstein auf großes Interesse gestoßen ist und zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken angeregt hat, haben Reiner Hemmel und Helene Pfau vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. die Ausstellung am neuen Standort aufgebaut. Dort kann sie noch bis Ende Juni besucht werden.
Die Ausstellung zeigt sieben sogenannte „Soldatenbretter“ der bayerischen Künstlerin Bali Tollak. Die großformatigen Werke verbinden eindrucksvolle Malerei mit Textfragmenten und beschäftigen sich mit den Erfahrungen und Eindrücken von Künstlern, die die Schrecken des Ersten Weltkriegs miterlebt haben. Inspiration fand die Künstlerin unter anderem in den Werken und Lebensgeschichten von Paul Klee, Otto Dix, Käthe Kollwitz oder Pablo Picasso.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Auseinandersetzung mit Krieg, Erinnerung und menschlichem Leid. Grundlage der Arbeiten waren unter anderem Besuche von Kriegsgräberstätten sowie intensive Recherchen zu historischen Zeitzeugnissen. Dadurch entstanden Werke, die eindringlich dazu auffordern, sich mit den Folgen von Krieg und Gewalt auseinanderzusetzen.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. engagiert sich seit über hundert Jahren für die Pflege und den Erhalt von Kriegsgräberstätten sowie für internationale Verständigung und Friedensarbeit. Mit der Ausstellung möchte der Volksbund gemeinsam mit der Gemeinde ein sichtbares Zeichen für Frieden, Verantwortung und Erinnerungskultur setzen.
Gerade vor dem Hintergrund aktueller weltweiter Konflikte bleibt die Botschaft „Nie wieder Krieg“ von großer Bedeutung. Die Ausstellung lädt dazu ein, innezuhalten, sich mit den dargestellten Schicksalen auseinanderzusetzen und die Bedeutung von Frieden und Versöhnung bewusst wahrzunehmen.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Ausstellung auf dem Friedhof in Leopoldshafen noch bis Ende Juni zu besuchen.