Die Wanderwoche 2026 führte unsere Gruppe mit 21 Personen in die Toskana nach Italien. Für die Fahrt nach Gragnola, einem kleinen Ort in den Apuanischen Alpen (Teil des Apennin), hatten wir viel Verkehr befürchtet, da der Brenner wegen einer Demonstration gesperrt war. Doch die Fahrt verlief bis nach Italien hinein ohne Stau und so waren alle rechtzeitig und wohlbehalten angekommen. Das Pretola Steinhaus präsentierte sich aufgeräumt, sauber und trotz seines Alters (von 1793) modern eingerichtet mit allem, was man als Gruppe benötigt. Insbesondere der tolle Pool hinter dem Haus ist beeindruckend schön. Zimmerverteilung und Orientierung schlossen sich an, bevor wir dann an diesem ersten Abend in die örtliche Pizzeria zum Essen gingen.
Den Sonntag wollten wir für eine erste Wanderung nutzen, und zwar direkt von unserer Unterkunft aus. Hoch über dem Ort Gragnola thront die Adlerburg (Castello dell’Aquila) und dorthin führte uns der Weg. Wohl aus dem 14. Jahrhundert stammend, gehörte die Burg einst dem Adelsgeschlecht der Malaspina. Sie ist gut erhalten und dient heute als Hotel und Eventlocation mit angrenzendem (aber noch im Bau befindlichem) Park Elisier d’Amore. Nachdem wir den Ausblick auf den Ort und die umliegenden Täler genossen hatten, ging es weiter im Wald noch höher hinauf. Die Rundwanderung mit ca. 13 km und 410 Höhenmetern hatte es durchaus schon in sich. Somit war das abendliche Vesper auf der Terrasse unserer Unterkunft absolut verdient.
Für den Montag hatten wir uns etwas Besonderes vorgenommen. Eine eher kleine Wanderung und dann der Besuch des regionalen Festes „Sapori“ in Fivizzano, dem Hauptort der Gemeinde. Wandernd ging es hinaus aus Fivizzano zum Ort Verrucola, der auch mit einer sehenswerten Malaspina-Burg gesegnet ist. Ziemlich eben (insgesamt nur 150 hm) erreichten wir den nächsten Ort Pognana und schließlich die Attraktion der Wanderung, einen hübschen Wasserfall und ein natürliches Becken, das auch zum Baden genutzt wurde. Auf dem Rückweg wurde die Gruppe noch kurz von einem Regenschauer „begossen“, was aber in Fivizzano schnell vergessen war. Verkaufs- und Probierstände waren in allen Gässchen des malerischen Ortes zu finden mit regionalen Speisen und Getränken oder Handwerkskunst. Man gönnte sich eine Focaccette mit oder ohne Fleisch, frittierte Acciughe, ein Glas Vermentino Rosso oder einen Espresso und ein Eis. Abends haben dann einige noch die Vorführungen der Fahnenschwinger aus Fivizzano verfolgt.
Teil 2 nächste Woche. Mehr Bilder gibt es auf unserer Homepage und auf Instagram.


