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Warum das denn?

Was bringt Menschen nach einer vollen Woche dazu, sich am Wochenende 22 Stunden lang mit fremden Personen zu treffen und dann auch noch über Sterben,...
Flipchart Ulrike Fank-Klett
Foto: Ulrike Fank-Klett

Was bringt Menschen nach einer vollen Woche dazu, sich am Wochenende 22 Stunden lang mit fremden Personen zu treffen und dann auch noch über Sterben, Tod und Trauer im Gespräch zu sein?

Beim ÖHD haben sich hierfür 11 Frauen und 4 Männer auf den Weg gemacht – freiwillig und hoch motiviert. Sie alle interessieren sich für die Qualifizierung zur ehrenamtlichen Sterbebegleitung. An vier Wochenenden erfahren sie, wie Sterben sich zeigen kann, was unterstützend wirkt, welche Worte tragen und welche eher verletzen können, was Schwerkranken, Sterbenden und Trauernden gut tut, was am Lebensende wirklich zählt. Achtsamer Umgang mit Grenzen, Sinn von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, hilfreiche Handgriffe, seelsorgerliche Begleitung, ethische Fragen und Familiensysteme, Sterbeprozesse so wie Ängste, Sorgen und Nöte von Nahestehenden, Begleitung in Trauer und vieles mehr gehören zu den Inhalten dieser Qualifizierung.

Voraussetzung für das Ehrenamt sind auch die Beschäftigung mit persönlichen Erfahrungen aus dem Bereich, der eigenen Endlichkeit und dem offenen, wertfreien Blick auf Menschen am Lebensende und deren Umfeld. Es bedeutet, sich einzulassen, eigenes zu reflektieren, Neues und Unbekanntes kennenzulernen. Egal welcher Kultur oder Religion sich Menschen zugehörig fühlen, sollte eine Begleitung wertschätzend und „leer“ sein – ohne eigene Vorstellungen, Werte, Glaubenswege in den Vordergrund zu bringen oder als einzig sinnvollen Weg zu verstehen.

Im Pflegeheim, Hospiz oder einer Palliativstation sammeln die Teilnehmenden praktische Erfahrungen. Diese helfen bei der Entscheidung, ob ein solches Ehrenamt passend sein könnte.

Am Ende des ersten Wochenendes sind die Teilnehmenden überrascht, wie vertraut ihnen die Gruppe geworden ist, welch tiefe Gedanken und Gefühle geteilt wurden. Wie so oft stellen sie die Frage, ob das am Thema liegen könnte…..

Herzlich willkommen!

Text und Flipcharts: Ulrike Fank-Klett

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