Immer wieder werden in Pfinztal freilebende und herrenlose Katzen entdeckt – oftmals krank und unterernährt. Die Zahl dieser „Streunerkatzen“ wächst seit Jahren. Ursache dafür ist vor allem die unkontrollierte Vermehrung nicht kastrierter Freigängerkatzen. Deshalb hat die SPD-Fraktion die Einführung einer Katzenschutzverordnung beantragt.
Eine Katzenschutzverordnung verpflichtet Halter*innen von Freigängerkatzen dazu, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Viele Gemeinden haben dies bereits erfolgreich umgesetzt, so auch Karlsruhe, Waldbronn und Karlsbad. Ziel ist es, die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen und langfristig das Tierleid zu reduzieren.
Denn die Realität sieht oft erschreckend aus: Viele freilebende Katzen leiden an Krankheiten, Parasitenbefall oder Verletzungen.
In Pfinztal engagieren sich Mitglieder des Katzenschutzvereins sowie weitere ehrenamtliche Tierschützer*innen seit Jahren mit großem Einsatz. Sie fangen Streunerkatzen ein, lassen sie auf eigene Kosten kastrieren, medizinisch versorgen und versuchen, neue Besitzer*innen für die Tiere zu finden. Dieses Engagement kann aber auf Dauer ohne eine Katzenschutzverordnung nicht fortgeführt werden.
Die Verordnung wäre daher nicht nur ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz, sondern auch Unterstützung für die Menschen, die sich bereits heute um die Tiere kümmern. Sie schafft klare Regeln und hilft dabei, das Problem nachhaltig anzugehen.
Leider fand unser Antrag im Finanzausschuss keine Mehrheit. Die Räte von CDU, Bürgerliste und AfD sowie die Bürgermeisterin lehnten eine entsprechende Empfehlung an den Gemeinderat ab. Voraussichtlich im Juli wird der Gemeinderat endgültig über die Einführung einer Katzenschutzverordnung abstimmen.