Als ich bei den Stadttauben anfing, stand für mich vor allem der Wunsch im Vordergrund, im Tierschutz zu helfen. Ich dachte dabei eher an Gassigehen, an Katzen oder daran, Kaninchen aufzupäppeln – nicht an Tiere, mit denen man nicht einmal kuscheln kann. In der ersten Zeit habe ich einfach mitgeholfen und viel gelernt. Irgendwann habe ich die Versorgung „meiner“ Tauben größtenteils übernommen. Ja, meiner Tauben – denn irgendwann kommt der Moment, in dem sie einen berühren. Man möchte einfach, dass es ihnen gut geht. Bis heute rührt es mich, wie fürsorglich die Paare miteinander umgehen. Wie sehr sie sich freuen, wenn sie – nachdem wir sie versehentlich getrennt haben – wieder zusammenfinden. Wie entschlossen sie ihre Eier verteidigen, wenn wir diese austauschen müssen. Und wie friedlich das Zusammenleben funktioniert, weil jede Taube ihren Platz kennt und Streit selten ist. Kurz gesagt: Ich weiß heute mehr über Stadttauben, als ich jemals wissen wollte. Und genau das macht mich nun um einiges reicher.
Margit von den Ditzinger Stadttauben
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