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Kirche & Religion

Warum wir als Evangelische Landeskirche in Baden für Demokratie und Vielfalt eintreten

Der Auftrag der Kirche in unserer gegenwärtigen Situation Als Salz der Erde und Licht der Welt (Matthäus 5,13-16) steht die Kirche ein für Gottes...

Der Auftrag der Kirche in unserer gegenwärtigen Situation

Als Salz der Erde und Licht der Welt (Matthäus 5,13-16) steht die Kirche ein für Gottes Auftrag, die Welt in Gerechtigkeit und Frieden zu gestalten und für einen nachhaltigen Lebensstil einzutreten. Für unseren Auftrag als Kirche bedeutet das insbesondere:

  • Wir stehen an der Seite derer, die ausgegrenzt, bedroht oder diskriminiert werden.
  • Wir widerstehen Rassismus, Antisemitismus und völkischem Nationalismus und engagieren uns für die Anerkennung von sexueller Vielfalt.
  • Wir pflegen das Gedenken an den Holocaust.
  • Wir treten der Verbreitung von falschen Informationen, mit denen Menschen gegen andere aufgehetzt werden, entgegen.
  • Wir sensibilisieren uns selbst und andere dafür, wo durch Sprache und Verhalten Menschen abgewertet und ausgegrenzt werden.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass ein achtsames Miteinander in der Gesellschaft erreicht wird, bei dem allen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich ist.
  • Wir denken mit darüber nach, wie Demokratie in einer digitalisierten Welt weiterentwickelt kann.
  • Wir achten den Einsatz politischer Mandatsträger für das Gemeinwesen, gerade auch dann, wenn sie Anfeindung dafür erfahren.

Aufgabe der Kirche ist es nicht, zu allen politischen Fragen eigene Positionierungen in die Debatte einzubringen. Vielmehr besteht in der gegenwärtigen Situation der Auftrag der Kirche besonders darin, den Dialog unter Menschen verschiedener Meinung zu fördern und für einen solchen Dialog „Dritte Orte“ zu schaffen. In diesen Formaten des Gesprächs versuchen wir eine Nachdenklichkeit einzubringen, die einfache und vorschnelle Antworten in Frage stellt und nach gemeinsamen Grundlagen für eine Verständigung sucht. So versuchen wir, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken.

„Der Geist Gottes ist nicht ein Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)

Text: Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin

Erscheinung
Amtsblatt der Gemeinde St. Leon-Rot
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Ausgabe 09/2026
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