Mit ca. 40 Jahren, also etwa ab dem Jahr 1925, begann Morihei Ueshiba (auch „O-Sensei“, großer Lehrer) im Aikidō Aspekte verschiedener japanischer Kampfkünste zu vereinigen. Dies verband er mit der spirituellen Vorstellung, dass nicht Sieg oder Niederlage das Wesen der Kampfkunst sei, sondern die Versöhnung gegensätzlicher Kräfte und die Abwesenheit von Gewalt. Deshalb gibt es keine Wettkämpfe im Aikidō und es stehen nicht Angriffs-, sondern Verteidigungstechniken im Vordergrund. Diese zielen auf die Abwehr der Energie des Angreifers ab und nicht auf dessen Zerstörung. Ab etwa 1927 zog Ueshiba nach Tokio, um das Hombu Dōjō zu gründen und dort zu unterrichten, wobei auch das Üben mit verschiedenen Waffen Bestandteil des täglichen Trainings war. Im Zweiten Weltkrieg verboten die Besatzungsmächte zeitweise die Lehre der japanischen Kampfkünste. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnte das Training wieder aufgenommen werden, ab 1948 wurde der Aikidō-Verband Aikikai gegründet und O-Sensei übertrug die Leitung des Dōjōs seinem Sohn Kisshomaru, das heute von dessen Sohn Moriteru geleitet wird. Auch der Stil, welcher dort heute unterrichtet wird, wird „Aikikai“ genannt. Er unterscheidet sich von dem Stil, der im Aikidō-Dōjō in Korntal unterrichtet wird.
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