Morihei Ueshiba, der Gründer des Aikidō, zog sich 1942 mit ca. 60 Jahren nach Iwama, einer Kleinstadt nördlich von Tokio, zurück. Dort betrieb er Landwirtschaft und unterrichtete nur wenige Schüler. In Iwama entwickelte er seine Kampfkunst weiter, ab 1942 wurde hierfür nur noch der Begriff „Aikidō“ verwendet.
1946 begann Moriso Saitō, mit 17 Jahren seinen Unterricht bei O-Sensei („großer Lehrer“, Morihei Ueshiba). Er setzte seine intensiven, täglichen Studien des Aikidō und die hingabevolle Unterstützung O-Senseis und dessen Familie 23 Jahre lang fort. O-Sensei verlieh Saitō den Namen Morihiro, „der Bewahrer“ und setzte ihn als seinen Nachfolger des Iwama-Dōjōs und zur Pflege des von ihm errichteten „Aiki-Schreins“ ein.
Nach dem Tod O-Senseis gaben viele Schüler das Aikidō, das sie bei ihm erlernt hatten, an andere weiter, unterschiedliche Stilrichtungen entstanden. Saitō verstand es als seine Aufgabe, die Techniken, so wie sie O-Sensei gelehrt hatte, zu bewahren. Er nannte seine Stilrichtung „Iwama Ryū“, Iwama Stil. Aufgrund seiner großen Erfahrung und seiner präzisen Techniken zog er viele Schüler aus aller Welt an.