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Stadt könnte aktiv werden

Was passiert mit der Baustelle Wilhelm-Busch-Straße?

Auf der Baustelle in der Wilhelm-Busch-Straße herrscht seit Monaten Stillstand. Und schon seit Mai sollte der Eingriff in den öffentlichen Raum eigentlich...
Ein Baustellenzaun, davor stehen auf der Straße Warnbarken.
Ordnungsamtsleiter Hendrik Steinack ist der Eingriff in den öffentlichen Raum rund um die Baustelle ein Dorn im Auge.Foto: cs

Auf der Baustelle in der Wilhelm-Busch-Straße herrscht seit Monaten Stillstand. Und schon seit Mai sollte der Eingriff in den öffentlichen Raum eigentlich zurückgebaut sein. Eigentlich. Doch nun könnte es für den Bauherren tatsächlich ernst werden.

Hendrik Steinack hat zwar eine gewisse Gelassenheit. Aber auch bestimmte Vorstellungen von dem, was geht – und was nicht. Und der abgesperrte Gehweg samt den auf der Straße positionierten Warnbarken an der Baustelle in der Wilhelm-Busch-Straße, das geht eben nicht. Der Bauherr habe eine städtische Verfügung bekommen und nun bis Ende November Zeit für den Rückbau. Ansonsten werde die Stadt den veranlassen und ihm in Rechnung stellen. Das hatte Steinack in der letzten Gemeinderatssitzung auf eine entsprechende Anfrage zur Baustelle gesagt.

Das hat man schon einmal gehört. Bereits im Mai war die Baustelle Thema im Gemeinderat. Auch in dieser Sitzung war es eine Anfrage aus dem Gremium, die an die Verwaltung adressiert wurde. Ordnungsamtsleiter Bernd Jung hatte damals erklärt, dass die Baugenehmigung noch bis Ende Mai erteilt sei. Passiere bis zu diesem Zeitpunkt nichts, müsste abgebaut werden. Passiert war Ende Mai und auch im Juni allerdings nichts. Bürgermeister Jürgen Kirchner erklärte im Juli auf Anfrage der Hemsbacher Woche, dass geforderte Dokumente seitens des Bauherrn nicht eingereicht worden wären. Entsprechend habe die Verwaltung ihm mitgeteilt, dass jetzt ein Abbau erfolgen müsse. Doch wieder passierte nichts.

Stadt könnte bald tätig werden

Was bisher eine Wiederholungsschleife ohne Ergebnis war und den Bauherrn folglich wohl kaum tangiert hatte, hört sich bei Steinack jetzt anders an. Nein, passiert war auch bis zur gesetzten Frist und darüber hinaus bis zum vergangenen Wochenende nichts. Das hatte aber einen Grund. „Es gab einen Schaden an der Glasfaserleitung“, erklärt Steinack gegenüber dieser Zeitung. Folglich hatte der Telefon- und Internetanbieter für dessen Behebung sorgen müssen. Entsprechend hat der Bauherr eine verlängerte Frist bekommen. Es hätte keinen Sinn ergeben, wenn dieser den Bürgersteig hergestellt hätte, damit er dann direkt wieder aufgemacht werde, erklärt Steinack. Hört man ihm zu, darf man davon ausgehen: Es war tatsächlich die letzte Frist. Sollte der Bauherr nicht handeln, sagt der Ordnungsamtsleiter, werde die Stadt eine Baufirma beauftragen und ihm die Kosten in Rechnung stellen. Die dem Bauherrn zugestellte Verfügung gelte für den Bereich des Bürgersteigs samt der Straße. „Was er in seiner Baugrube macht, geht mich nichts an“, grenzt Steinack den öffentlichen klar vom privaten Raum ab.

Bleibt abzuwarten, ob die Wilhelm-Busch-Straße jetzt tatsächlich zeitnah von den Baustelleneinschränkungen befreit sein wird. (cs)

Erscheinung
Hemsbacher Woche
NUSSBAUM+
Ausgabe 50/2025
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
10.12.2025
Orte
Hemsbach