
Wer dieser Tage durch die Flure der Carl-Benz-Schule Gaggenau geht, hört gelegentlich ein leises Surren, ein Trippeln und staunt: Ein Hund mit Hightech-Herz und Aluminium-Beinen hat sein neues Zuhause an der Schule gefunden.
Der neu angeschaffte Roboterhund des Modells „Unitree Go2 EDU“ ist kein Pausenhofhund zum Streicheln, sondern ein ernstzunehmender Lernpartner.
Die Idee hinter dem Projekt ist so innovativ wie vielseitig: Der Roboterhund soll schulartübergreifend in allen Abteilungen der Carl-Benz-Schule eingesetzt werden.
Im Übergangssystem dient er als motivierendes Element, um Jugendlichen einen spielerischen Zugang zu Technik zu ermöglichen.
In der Fachschule für Technik wird der Roboterhund zum professionellen Trainingsobjekt: Der Go2 ist mit hochpräzisen Sensoren, Kameras, Bewegungsdaten, Lidar-Systemen und KI-fähigen Schnittstellen ausgestattet. Dadurch lassen sich reale Datenerfassungs-, Programmier- und Analyseaufgaben durchführen.
Mit dem Einsatz des Roboterhunds stärkt die Carl-Benz-Schule einmal mehr ihren Anspruch einer innovativen beruflichen Schule.
Bereits in den Bereichen Smart Factory, Elektromobilität, Robotik und künstliche Intelligenz hat sich die Schule in den vergangenen Jahren mit modernen Lernumgebungen, realen Industriekooperationen und praxisorientierten Projekten positioniert.
Der Roboterhund erweitert diesen Ansatz um ein weiteres, praxisnahes Zukunftsmodul: Er ermöglicht KI-Experimente, Sensordatenauswertungen, Bewegungssimulationen und Forschungsprojekte – praxisnah und unmittelbar sichtbar für die Lernenden.
Schulleiter Dr. Falk Hartmann betont die pädagogische Bedeutung des Projekts: „Technologie ist kein Selbstzweck. Moderne Anschauungsobjekte wie dieser Roboterhund sind ein Vehikel, um Lernen greifbar zu machen. Gerade in einer Zeit, in der KI und digitale Systeme unseren Alltag prägen, brauchen Schülerinnen und Schüler reale, aktuelle Lernmedien, die Neugier wecken und zum aktiven Lernen anregen.“
Mit dem neuen Roboterhund setzt die Schule ein deutliches Zeichen: Moderne Bildung braucht Mut und Neugier – und manchmal auch vier Beine.
Die Schule plant bereits Workshops, Unterrichtssequenzen und Projektwochen, in denen der Roboterhund als zentrales Technologie-Objekt eingesetzt wird. Und spätestens dann wird klar werden: Ein bisschen „Wau-Effekt“ gehört in der beruflichen Bildung einfach dazu.


