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Weihnachtliches Wettkampf-Flair in Dresden

Weihnachtliches Wettkampf-Flair verzauberte am vergangenen Wochenende die Sportakrobaten der SKG Erbstetten beim Zwinger Acro Cup in Dresden. Nach sechs...
Hebefigur von Sportakrobaten
Ann-Kathrin Ebinger (unten), Lara Wütherich (oben)Foto: Foto von Daniel Fritz

Weihnachtliches Wettkampf-Flair verzauberte am vergangenen Wochenende die Sportakrobaten der SKG Erbstetten beim Zwinger Acro Cup in Dresden. Nach sechs Jahren Pause feierte der einst traditionelle Wettbewerb sein Comeback. Perspektivisch soll das internationale Treffen der besten Sportakrobat*innen Europas wieder als Qualifikationswettkampf für die Nationalmannschaft dienen. Zum Neustart kamen 350 Athletinnen und Athleten aus Deutschland, Tschechien, den Niederlanden und Dänemark zusammen.

Aus Erbstetten waren sechs Formationen in vier Altersklassen angereist. Gleich zu Beginn des ersten Wettkampftags sorgte das frisch in den Landeskader berufene Jugend-Trio Irina Ebinger, Madlen Jerela und Lea Viehmann für ein Ausrufezeichen. Mit einer dynamischen und sauber präsentierten Tempo-Übung begeisterten sie Publikum und Kampfrichter und sicherten sich zunächst den dritten Platz. „Glücklich, aber nicht ganz wunschlos“, fasste Ebinger zusammen. „Heute wäre auch noch etwas mehr drin gewesen“, ergänzte Jerela mit Blick auf den Zwischenstand der aus drei Übungen bestehenden Gesamtwertung.

Am zweiten Wettkampftag zeigte das Trio eine weitere Leistungssteigerung. Mit einer konzentrierten und technisch starken Darbietung holten sie eine ausgezeichnete Wertung und schoben sich mit hauchdünnem Vorsprung auf Rang zwei. Im Finale bestätigten sie ihre Leistung des Vortags, sodass die Verfolgerinnen aus Taucha nicht mehr aufholen konnten. Verdient nahmen die Erbstettenerinnen die Silbermedaille entgegen.

Auch Samira Reinert und Eileen Fritz wollten ihr außerordentlich erfolgreiches Jahr beim Zwinger Cup krönen. Nach einer beeindruckenden Serie von Podestplätzen wurden sie kürzlich in den Bundeskader berufen und wollen sich nun national wie international weiterentwickeln. Ein verwackeltes Balance-Element, das sie gerade neu in ihre Übung eingebaut hatten, führte jedoch zu deutlichen Abzügen und einem zehnten Platz. „Bei solchen Wettkämpfen ist die Leistungsdichte extrem hoch. Die beiden haben in den vergangenen Monaten so konstant auf höchstem Niveau gearbeitet, dass ein kleiner Ausrutscher passieren darf“, tröstete Trainerin Birgit Cuntz.

Eine fantastische Aufholjagd gelang den beiden mit ihrer zweiten Übung, die sie fehlerfrei und ausdrucksstark präsentierten und damit die Bestwertung in der Disziplin Dynamik erzielten. Damit war die Finalqualifikation als Gesamtvierte geschafft. Mit ihrer abschließenden Finalübung deklassierten sie die Konkurrenz noch deutlicher und schoben sich auf den zweiten Platz im Endstand vor. Die Silbermedaille wird wohl eine ganz besondere in ihrer Sammlung bleiben – mit dem besonderen Glanz ihrer mentalen Stärke.

Mit großen Ambitionen war auch das Mixed-Paar Dina Reize und Sandro Reinert nach Dresden gereist. Wegen einer Verletzungspause hatten sie seit Jahresbeginn – abgesehen von einem Testwettkampf – nicht mehr gemeinsam auf der Fläche gestanden. Umso größer war die Freude auf ihren Auftritt. In ihrer Dynamik-Übung war die Nervosität noch spürbar, dennoch erreichten sie mit einer soliden Wertung den dritten Platz. In ihrer zweiten Übung steigerten sie sich deutlich und wurden mit der zweitbesten Wertung der Mixed-Paare ihrer Altersklasse belohnt. Aufgrund der langen Trainingspause waren Reize/Reinert jedoch noch ohne Finalübung nach Dresden gereist und mussten sich mit ihren starken Qualifikationsleistungen zufriedengeben.

Einen besonderen Glanzpunkt setzten Ann-Kathrin Ebinger und Lara Wütherich. Das Junioren-Paar überzeugte mit stabilen Handstandelementen, einer mitreißenden Choreografie und großer Bühnenpräsenz. Mit einer persönlichen Bestleistung von 25,6 Punkten übernahmen sie Platz eins im Zwischenstand. Auch ihre zweite Übung gelang eindrucksvoll: Mit einer hervorragenden Darbietung in der Disziplin Dynamik vergrößerten sie ihren Vorsprung weiter. In der Finalübung führten ein paar Unsicherheiten zu kleinen Abzügen, was den ersten Platz im Gesamtklassement jedoch nicht mehr gefährden konnte. So nahmen die beiden erfahrenen Sportlerinnen, die seit rund zwei Jahren gemeinsam als Paar Sportakrobatik betreiben, ihre erste gemeinsame Goldmedaille entgegen.

Am zweiten Wettkampftag griffen auch die Schülerformationen ins Geschehen ein. Die amtierenden württembergischen Nachwuchsmeisterinnen Emilia Miller und Paraskewi Tsifoutis hatten sich in den vergangenen Monaten stetig gesteigert und wurden dafür mit der Aufnahme in den Landeskader belohnt. In Dresden zeigten sie eine starke Kombination aus Balance-Elementen und Salti, erreichten einen hervorragenden zweiten Platz und qualifizierten sich souverän für das Finale. Dort bestätigten sie ihre Leistung mit einer weiteren Steigerung und durften das Siegerpodest besteigen, um ihre Silbermedaille entgegenzunehmen.

Die zweite Bundeskadereinheit der SKG, Romy Höfgen und Sara Hitzel, konnte krankheitsbedingt nicht starten. „Krank einen Doppelsalto zu springen, ist das Risiko nicht wert“, erklärte Trainerin Lena Holdefer die Entscheidung des Paars, das stattdessen von der Tribüne oder per Livestream aus dem Hotelbett die Choreografien der Konkurrenz studierte.

Zum Abschluss zeigten sich die Trainerinnen Birgit Cuntz und Lena Holdefer hochzufrieden mit den Ergebnissen des Wochenendes:
„Dieses Wochenende hat gezeigt, wie breit und stabil wir mittlerweile aufgestellt sind. Jede Formation hat wichtige Erfahrungen gesammelt, auf die wir in den nächsten Monaten aufbauen können.“

Sportakrobaten Gruppenfoto
Team SKG Erbstetten.Foto:
Erscheinung
Die Brücke Burgstetten
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Ausgabe 50/2025
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