
Um die dringend benötigte Sanierung der Walzbachhalle beginnen zu können, beschloss der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung, die Objektplanung an das Karlsruher Architekturbüro Strauß sowie die Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung an das Ingenierbüro bender + urich aus Karlsruhe zu vergeben. Beide Firmen waren bereits im Vorfeld eingebunden und kennen die Halle. Die Kosten für die beiden Planungsfirmen belaufen sich auf rund 934.000 Euro.
Die Brandschutz-Sanierung ist nötig, da der Halle sonst die Schließung seitens des Landratsamts droht. Dafür wurde der Gemeinde Zeit bis Ende 2026 eingeräumt. Im Zuge der Sanierung soll auch der barrierefreie Umbau der Halle umgesetzt werden. Die Baukosten für beide Maßnahmen werden sich auf rund drei Millionen belaufen, dazu kommen Honorare und Nebenkosten. Für beide Maßnahmen werden Förderungen beantragt. So beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung die förmliche Interessenbekundung als Voraussetzung für die Förderung des barrierefreien Umbaus. Hier rechnet die Gemeinde mit einer Fördersumme von 75 Prozent, also 705.000 Euro.
In der Diskussion gab die CDU-Fraktion zu bedenken, dass sich bei einer eventuell höheren Bausumme bei der Sanierung auch die Honorare der Planungsfirmen erhöhen. Gemeinderat Robert Scholz beanstandete fehlende Unterlagen und wies darauf hin, dass die Summen für die beiden Firmen über der Vergabesumme ohne Ausschreibung liegen. Bürgermeister Eric Bänziger wies darauf hin, dass das Vorgehen in Ordnung sei und von der Gemeindeprüfungsanstalt überwacht werde.
Der Gemeinderat sprach sich gegen die Stimmen der CDU für die Vergabe der Aufträge an die beiden Karlsruher Planungsbüros aus. (fri)