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Weniger Hilfe vor Ort? Geplante Änderungen bei HvO sorgen für Kritik

Das Innenministerium Baden-Württemberg plant, die Alarmierung der Helfer-vor-Ort-Gruppen (HvO) deutlich einzuschränken. Helfer vor Ort sind ehrenamtlich...

Das Innenministerium Baden-Württemberg plant, die Alarmierung der Helfer-vor-Ort-Gruppen (HvO) deutlich einzuschränken.

Helfer vor Ort sind ehrenamtlich tätige Einsatzkräfte, die bei medizinischen Notfällen oft mehrere Minuten vor dem Rettungsdienst am Einsatzort sind. Gerade im ländlichen Raum überbrücken sie diese entscheidende Zeit und beginnen mit lebensrettenden Maßnahmen.

Auch in Ammerbuch leisten die Helfer vor Ort regelmäßig genau diese wichtige Erstversorgung. Mit rund 650 Alarmierungen pro Jahr sind sie ein fester Bestandteil der lokalen Notfallhilfe.

Nach den aktuellen Planungen sollen HvO künftig nur noch bei ausgewählten Notfällen alarmiert werden. Viele typische Einsatzlagen würden entfallen, darunter:
• Verkehrsunfälle
• Kollaps und Synkopen
• Intoxikationen
• Geburten und gynäkologische Notfälle
• Stich- und Schnittverletzungen
• Betriebsunfälle

• …

Für Ammerbuch würde dies nach aktueller Einschätzung einen Rückgang der HvO-Einsätze um etwa 40 bis 50 Prozent bedeuten, bei gleichzeitig gleichbleibender Anzahl an Einsätzen des Rettungsdienstes mit Blaulicht.

Das führt zu einem schwer nachvollziehbaren Widerspruch:
Auch in diesen Fällen wird weiterhin ein Rettungswagen mit Blaulicht alarmiert, gleichzeitig soll jedoch auf zusätzliche schnelle Hilfe vor Ort verzichtet werden.

Zudem sind Notfallsituationen am Telefon oft nicht eindeutig beurteilbar. Das bisherige System trägt dieser Unsicherheit Rechnung, die geplanten Änderungen reduzieren diese bewusst.

Die Folge kann eine Verlängerung der Zeit bis zur Ersten Hilfe sein, mit möglichen Auswirkungen auf den weiteren Verlauf eines Notfalls.

Die Kritik daran ist breit:
Neben Einsatzkräften äußern sich auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger besorgt. Eine Petition hat bereits über 23.500 Unterstützende erreicht.

Auch auf politischer Ebene wird das Thema inzwischen aufgegriffen. Der öffentliche Druck ist in kurzer Zeit deutlich gestiegen, unter anderem durch zahlreiche Beiträge und Stellungnahmen verschiedenster Hilfsorganisationen wie DRK, Malteser und Feuerwehren.

Wer sich informieren oder unterstützen möchte, findet die Petition online unter:
www.change.org/Helfer-vor-Ort_in_BawÜ_retten

Die Entwicklung wird aktuell intensiv diskutiert.

Erscheinung
Amtsblatt der Stadt Rottenburg am Neckar, Ausgabe Oberndorf, Wendelsheim, Wurmlingen
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Ausgabe 14/2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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