Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde!
In der Woche nach Pfingsten waren wir mit einer Reisegruppe in der Gegend um Genua. Für die Woche war ja große Hitze angesagt. Also habe ich alle meine Neuanpflanzungen mit Mulch versorgt. Als ich dann nach einer Woche in den Garten kam, war ich positiv überrascht. Alle Pflanzen hatten die heiße Woche gut überstanden. Das erzähle ich Ihnen nur, dass Sie wissen: Man muss sich nicht immer mit Wasser schleppen plagen oder dauernd gießen. Es geht auch so!
Bei Genua sind auch die berühmten fünf Dörfer, Cinque Terre. Diese Dörfer sehen aus, als wären sie an die Felsen geklebt. Die Felsen fallen ohne Strand ins Meer. Landwirtschaft auf der ebenen Fläche ist nicht möglich. Vom Schiff aus kann man sehen, wie sich die Bauern haben plagen müssen. Zuerst mussten sie Mauern anlegen und dann die Erde finden und dann hochtragen. Dort war zunächst nur nackter Fels, so heißt es in der Geschichte der Dörfer. Da kann man die Antwort des Papstes Johannes XXIII. verstehen, der gefragt wurde, was denn seine Brüder so machten. „ Es gibt drei Arten sich kaputt zu machen: durch Nichtstun, durch Trinken und durch die Landwirtschaft. Meine Brüder haben den dritten Weg gewählt!“
Gustav Jahn; Gartenfreunde Loßburg-Rodt


