Wer 65 Jahre oder älter ist und im Enzkreis oder in der Stadt Pforzheim wohnt, könnte in diesen Tagen Post „vom Amt“ bekommen. In dem Schreiben, das von Landrat Bastian Rosenau und Oberbürgermeister Peter Boch unterzeichnet ist, werden die Adressaten gebeten, an einer unter dem Titel „Altersfreundliche Kommune“ stehenden Befragung des Gesundheitsamtes teilzunehmen.
„Im Kern geht es darum, herauszufinden, wie gut es sich als älterer Mensch in den Kommunen im Enzkreis und in der Stadt Pforzheim wohnen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben lässt“, erläutert der Leiter des Gesundheitsamtes, Domenik Henk, die Hintergründe der Aktion. Die Adressaten wurden nach seinen Worten im Zuge einer Zufallsstichprobe ausgewählt.
„Und Ihre Meinung ist wirklich gefragt, schließlich sind Sie Expertinnen und Experten in eigener Sache und kennen den Alltag und die Gegebenheiten in Ihrem Wohnort am besten“, ergänzen Angelika Paul und Silvan Munschek; sie kümmern sich im Gesundheitsamt um die Durchführung und Auswertung der Befragung.
Der Fragebogen deckt 23 Themenfelder und Aspekte ab, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als aussagekräftig befunden wurden, und ist in der Regel in etwa 10 Minuten ausgefüllt. Dabei gebe es keine „richtigen“ oder „falschen“ Antworten – wichtig sei die persönliche Einschätzung des jeweiligen Lebensumfeldes. Die Ergebnisse werden dann für jede beteiligte Kommune bzw. jeden Stadtteil separat, aber anonym ausgewertet, so dass keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.
Die Erkenntnisse dienen laut Henk dann dazu, die Situation der über 65-Jährigen besser und realitätsnäher einzuschätzen und diese künftig bei der Planung beispielsweise von sozialen und Gesundheitsangeboten einfließen zu lassen. Am Ende sollen die Erkenntnisse in einem Schlussbericht kompakt dargestellt werden.
Wer ein Schreiben erhalten hat und bei der Umfrage mitmachen möchte, füllt den in Papierform zugesandten Fragebogen aus, steckt ihn in den beigelegten vorfrankierten Umschlag und gibt ihn kostenfrei zur Post. Es kann aber auch auf digitalem Wege geantwortet werden - über eine im Brief angegebene Online-Adresse oder einen abgedruckten QR-Code. In jedem Fall sollte der Fragebogen bis zum 30. Juni 2026 zurückgeschickt werden, um noch in die Auswertung einzufließen.
„Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig“, wie Angelika Paul betont. „Dennoch sind wir natürlich dankbar, wenn sich möglichst viele Menschen die Zeit nehmen und diese tolle Chance nutzen, Verbesserungsvorschläge zu machen und ihre Meinung zu sagen. Nur dann erhalten wir auch aussagekräftige und hilfreiche Ergebnisse.“