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Wilhelmschule macht mobil: „SpoSpiTo“ sagt Elterntaxis den Kampf an

Bewegung und Klimaschutz auf dem Stundenplan: Über 133.000 Kinder nehmen bundesweit an der Aktion „Sporteln – Spielen – Toben“ teil. Auch an der...
Sporteln, Spielen, Toben: Mit dem SpoSpiTo-Pass sammeln die Kinder der Wilhelmschule Unterschriften für jeden umweltfreundlich zurückgelegten Schulweg. Wer 20-mal ohne Auto kommt, darf auf tolle Preise hoffen.Foto: Monkey Business Images / Shutterstock / SpoSpiTo

Bewegung und Klimaschutz auf dem Stundenplan: Über 133.000 Kinder nehmen bundesweit an der Aktion „Sporteln – Spielen – Toben“ teil. Auch an der Wilhelmschule bleibt das Auto nun öfter in der Garage.

Seit dem 16. März herrscht an der Wilhelmschule morgens ein etwas anderes Bild: Wo sonst oft Stoßstange an Stoßstange das „Elterntaxi“ hielt, sind nun verstärkt Kinder zu Fuß oder mit dem Tretroller unterwegs. Grund ist der Start eines der größten Schulprojekte Deutschlands für mehr Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz. Unterstützt von der Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg, können allein im Land über 45.000 Kinder kostenlos teilnehmen – die Wilhelmschüler mittendrin.

Die 20-Tage-Challenge

Das Konzept hinter der Abkürzung „SpoSpiTo“ (Sporteln – Spielen – Toben) ist simpel, aber effektiv: Innerhalb von sechs Wochen sollen die Schülerinnen und Schüler mindestens 20-mal ohne fremde Hilfe zur Schule kommen. Ob sie dabei gehen oder rollen, ist egal – Hauptsache, der Motor bleibt aus. Die Eltern dokumentieren jeden Weg mit einer Unterschrift im sogenannten SpoSpiTo-Bewegungspass.

Die Vorteile liegen für die Organisatoren auf der Hand. Viele Kinder bewegen sich im Alltag zu wenig, was zu Übergewicht oder Haltungsschwächen führen kann. Durch den täglichen Fußweg starten die Kinder wacher, ausgeglichener und konzentrierter in den Unterricht. Ganz nebenbei lernen sie, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Weniger Chaos vor dem Schultor

Auch für die Eltern hat die Aktion einen praktischen Nutzen: Der morgendliche Stress und das Verkehrschaos direkt vor der Schule entfallen. Wer möchte, kann seinen Sprössling natürlich weiterhin begleiten – nur eben zu Fuß statt im SUV.

Als Ansporn winkt am Ende nicht nur eine Urkunde für Fleiß und Klimaschutz. Unter allen erfolgreichen Teilnehmern werden Preise im Gesamtwert von über 20.000 Euro verlost, darunter 500 Decathlon-Gutscheine, 375 Schlamperboxen von neoxx und 125 hochwertige Kinderrucksäcke von Vaude.

Nachhaltigkeit im Fokus

Initiator Thomas Gansert aus Kempten setzt mit dem Projekt, das bereits seit 2011 (und seit 2019 in Form des Passes) besteht, auf Langfristigkeit. Das Ziel: Dass die Kinder auch nach Ablauf der sechs Wochen den Weg zur Schule selbstständig meistern. „Nach der Aktion ist vor dem nächsten Schultag“, heißt es vonseiten der Organisatoren. Die Gesundheit und das Klima werden es den kleinen Läufern danken. (pm/red)

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Ausgabe 12/2026
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