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Windkraft-Infoabend der Stadt Bruchsal am 19. November

Am 19. November haben wir uns beim Infoabend der Stadt Bruchsal die Planungen und Hintergründe zum Bürgerentscheid angehört. Neben vielen umfangreichen...
Ein Windrad zwischen Bäumen
Ein Windrad im WaldFoto: BürgerEnergie Bruchsal e.V.

Am 19. November haben wir uns beim Infoabend der Stadt Bruchsal die Planungen und Hintergründe zum Bürgerentscheid angehört. Neben vielen umfangreichen Informationen gab es sowohl im Plenum als auch an Ständen der einzelnen Akteure die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Neben dem Stadtplanungsamt stellten der Projektierer Energiequelle GmbH, Dr. Aldinger als Waldökologe, die Bürgerinitiative „Kein Windrad im Wald“ und Oberbürgermeister Sven Weigt ihre Positionen vor.

Wenn der Bürgerentscheid mit einer Ja-Mehrheit gegen den Windpark auf städtischen Flächen ausgeht, bleiben trotzdem private Flächen für den Bau von Windkraftanlagen verfügbar. Laut Projektierer Energiequelle würde man sich um weitere private Flächen bemühen und definitiv einen Windpark mit mindestens drei Windrädern zwischen Obergrombach und Helmsheim realisieren. Das Nachsehen hätte dann die Stadt Bruchsal, ohne Gestaltungsmöglichkeiten und ohne Pachteinnahmen.

Die Bürgerinitiative argumentiert, dass der Eingriff in den Wald für so ein Windrad nicht verhältnismäßig sei. Zum Thema Windkraft im Wald sind sich jedoch auch Dr. Aldinger und die anwesenden Vertreter von Agnus, BUND und Nabu einig: hier sollte auf einen möglichst naturverträglichen Ausbau geachtet werden, indem vorhandene Waldwege genutzt und vorrangig weniger wertvolle, weniger klimaresistente Waldbereiche wie zum Beispiel mit Douglasien eingebracht werden. Da der Klimawandel viele Arten und Bäume stark bedroht, lehnen die Naturschutzverbände Windkraft im Wald jedoch nicht pauschal ab. Eine ausführliche Naturschutz-Prüfung wird das Landratsamt im Zuge der Genehmigung vornehmen.

Eine Frage aus dem Publikum ist, ob der Bau von vier Windrädern im städtischen Wald den bisherigen Einschlag erhöht. Revierleiter Mannuß antwortet, dass die benötigten Rodungen für die vier Windräder insgesamt unter dem jährlichen Einschlag liegen und somit nur eine Verschiebung der Holzernte auf die geplanten Windrad-Flächen erfolge und nicht zwingend mehr Festmeter Holz geschlagen werden.

Aufgrund all dieser Argumente und vielen Gesprächen mit Beteiligten spricht sich Oberbürgermeister Weigt klar für ein NEIN beim Bürgerentscheid aus. Auch wir von BürgerEnergie Bruchsal unterstützen diese Position und werben für ein NEIN am 14. Dezember.

Erscheinung
Amtsblatt Bruchsal
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Ausgabe 48/2025
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