Der Windpark Lindenrain, der nur etwas über 1.000 m von Gechingen entfernt erbaut werden soll, ist in den letzten Wochen verstärkt ins Bewusstsein der Gechinger Bürgerinnen und Bürger gelangt. Dies weniger aufgrund der offiziellen Informationspolitik als aufgrund der Aktivitäten, die sich direkt aus der Bürgerschaft gebildet haben, in Form unserer Bürgerinitiative „Gechingen bewahren“:
Im Rahmen dieser Unterschriftensammlung kam es zu mehreren hundert einzelnen Gesprächen. Erschreckend war die Erkenntnis, dass ein überwiegender Teil der Bürgerschaft bislang entweder gar nichts oder nur wenig über den geplanten Windpark gehört hatte. Wie ist dies erklärbar?
Geht es doch um ein bauliches Großprojekt mitten im Wald direkt vor der Haustüre Gechingens, das über Jahrzehnte nicht nur optisch unser Gemeindebild prägen wird, sondern auch verschiedene Risiken mit sich bringt.
Wäre eine ganzseitige Information durch die Gemeindeverwaltung im Gemeindeblatt nicht schon längst überfällig gewesen? Vergleichbar der Seite im letzten Gechinger Gemeindeblatt (Nr. 28), wobei diese weniger dem Projekt an sich als der Kritik an der Arbeit unserer Bürgerinitiative gewidmet war.
Daraus wollen wir zwei Aspekte kurz aufgreifen:
Schließlich wollen wir noch von der ersten Informationsmesse zum Thema Windkraftanlagen Lindenrain am 7.7.2025 in Stammheim berichten:
Das Windkraftunternehmen Alterric hat in Kooperation mit den Kommunen Calw, Wildberg und Gechingen eine Messe mit mehreren Ständen zu unterschiedlichen Themen durchgeführt. Positiv ist, dass auch uns als Windkraftkritiker die Möglichkeit eingeräumt wurde, mit einem Stand präsent zu sein. Wir haben diese Chance genutzt und reges Interesse an unseren Argumenten erfahren. Letztlich wollen wir die Frage einer Besucherin aufgreifen, die sagte: „Zwar haben wir hier die Möglichkeit, Informationen zu sammeln und auch kritische Gespräche zu führen – doch welchen Sinn macht es, eine solche Messe erst zum jetzigen Zeitpunkt durchzuführen, nachdem die Verträge bereits unterzeichnet wurden?“


