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Windräder im Tauzenbühl

Das war mal wieder ein Paradebeispiel, wie die Energiewende misslingen kann. Die Stadt Lauffen besitzt einen kleinen Stadtwald im Schmidbachtal, der auch...

Das war mal wieder ein Paradebeispiel, wie die Energiewende misslingen kann. Die Stadt Lauffen besitzt einen kleinen Stadtwald im Schmidbachtal, der auch in einem Vorranggebiet für den Ausbau der Windkraft liegt. Dort kann man in einem verkürzten Verfahren Windräder aufstellen. Jetzt hat sich eine „EE BürgerEnergie Lauffen“ gegründet, an dem die Stadt Lauffen, die ZEAG und Lauffener Bürger beteiligt sind. Ziel ist es, zwei Windräder im Lauffener Stadtwald zu errichten. Als Teil des Genehmigungsverfahrens wurde am 14. Januar zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung eingeladen, allerdings nicht in einer der vom Ausbau betroffenen Gemeinden wie Beilstein, Abstatt oder Untergruppenbach, sondern in Lauffen. Die SPD-Fraktion war dabei.

Auf zahlreichen Tafeln wurde das Projekt vorgestellt. Projektiert sind zwei große Windräder im Tauzenbühl, etwa 1 km nördlich von Gagernberg und 1 km südwestlich von Farnersberg. Die Räder haben eine geplante Nabenhöhe von 174 m und eine Gesamthöhe von 262 m. Sie sollen bis zu 14 MW Strom produzieren. Die EE BürgerEnergie sichert zu, sich an alle gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Emissionen und der Umweltverträglichkeit zu halten.

„So geht der Schuss nach hinten los“, warf der Beilsteiner SPD-Stadtrat Hartmut Schmidt am Ende der Präsentation den Veranstaltern vor. „Anstatt die betroffenen Bürger einzubinden, führt man eine Bürgerbeteiligung im 15 km entfernten Lauffen durch. Das sorgt für viel Verdruss bei den betroffenen Bürgern und für Widerstand. Auf diesen Zug springen dann Populisten auf, so wie bereits in einigen Windkraftprojekten der Region. Das gefährdet dann die Energiewende im Ganzen.“ Die EE BürgerEnergie hat die Kritik aufgenommen und versprochen, auch die Bürger in den betroffenen Gemeinden zu informieren. Laut der EE BürgerEnergie wurde die Stadtverwaltung in Beilstein aber bereits eingebunden.

Unklar geblieben ist noch, ob im selben Vorranggebiet zwei bis drei weitere Windräder auf der Abstätter Gemarkung aufgestellt werden sollen. In der aktuellen Vermarktungsoffensive der ForstBW wird hierzu eine Gießener Firma „iTerra energy GmbH“ erwähnt. Läuft das dann in Summe auf vier bis fünf Windräder hinaus?

Die Bürger vor Ort nicht mitzunehmen, ist ein Kardinalfehler. Wir in Beilstein wollen informiert werden, und zwar umfassend und zu Beginn des Projektes. Auf Windenergie zu setzen, ist der richtige Weg, aber so geht das nicht!

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Beilsteiner Mitteilungen – Amtsblatt der Stadt Beilstein
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Ausgabe 04/2026
von SPD Beilstein
22.01.2026
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