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Winterzauber lockte die Massen an

KuKuK und TI mit „Feuer und Flamme“, Kunst und Feuerzauber Die Weihnachtsmärkte haben geschlossen und die Lichterketten sind weggeräumt. Mit...
Viele Lichter auf einer Wiese vor einem Haus.
Mit 1000 Windlichtern wurden Schneeflocken in Szene gesetzt.Foto: cm

KuKuK und TI mit „Feuer und Flamme“, Kunst und Feuerzauber

Die Weihnachtsmärkte haben geschlossen und die Lichterketten sind weggeräumt. Mit der Idee, im kältesten Monat des Jahres, im Januar, für Licht und Inspiration zu sorgen, hatte die Künstlergruppe Kunst im Kulturkreis (KuKuK) und die Tourist Information (TI) vor fünf Jahren ein Konzept entwickelt, Kunst, Illumination und Gemeinschaft bei heißen Getränken, deftigem Essen und Live-Musik am Lagerfeuer zu verbinden. Das kommt so gut an, dass auch bei der Neuauflage schon gleich zu Beginn am frühen Abend hinter dem Haus des Gastes rund um das zur Sitzbank umfunktionierte Kneipp-Becken dichtes Gedränge herrschte.

Kunst und Kreativität in Zeiten knapper Kassen

„Es gibt Energiespender und Energieräuber“, sagte Klaus Heinzmann, als er im voll besetzten Trauzimmer die Gäste zu einer Vernissage begrüßte. Hubertus Graef mit seinem Team der KuKuK-Künstler würde definitiv zu den Energiespendern zählen und die Ideen nach wie vor nur so sprudeln. Die wochenlange gemeinsame Vorbereitung und die gute Zusammenarbeit der Gruppe mit dem Team der TI um Organisatorin Ronja Geißler habe wieder großen Spaß gemacht, und in Zeiten knapper Kassen ein solches Event kostenlos anbieten zu können, mache ihn stolz, betonte Heinzmann.

Im Sommer gibt es wieder Kunst im Park

Graef bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei der Gemeinde für die Bereitstellung des ehemaligen Bastelnestes in Langenbrücken, wo es nun jeden Mittwoch ein offenes Malen gibt, und versprach, dass die Gruppe im Sommer wieder für Kunst im Park sorgen würde, wie mit der Badewannenausstellung in diesem Jahr.

Betrachten und selbst aktiv werden

Die gebürtige Ukrainerin Inna Ligum, die zu den inzwischen 16 KuKuK-Künstlerinnen und -Künstlern gehört und in Mingolsheim lebt, präsentierte ihr „Pink Universe“, und von Ehemann Siggi Zundl an der Gitarre begleitet, sorgte die ausgebildete Sängerin für die musikalische Eröffnung der Ausstellung. Auch ihr lang geplantes Projekt „Marilyn Monroe“ konnte sie als Bild und mit dem Evergreen „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“ umsetzen. Sibylle Berger-Jenisch, bekannt als Sëping, präsentierte fragile Papierkunst, Thomas Fürbaß hatte erneut amüsante Wortspiele umgesetzt und Hubertus Graef diesmal kleinformatige Werke geschaffen. Anschließend konnten die Besucher gleich mit Christa Weymann, Malack Silas, Ruth-Anne Zorla an den langen Maltischen aktiv werden. Luise Helm zeigte sich wieder für eine stimmungsvolle Lichtinstallation verantwortlich, die mit 1000 Kerzen Schneeflocken darstellte. Ganz zum Thema „Feuer und Flamme“ passten auch die mit Kerzen als Pinsel über Kopf angefertigten Rußbilder, die mit Iciar Azcona, Prachi Raj, Katharina Weiß, Luise Helm und Hubertus Graef, aber auch mit Gästen aus dem Publikum in den Bäumen entstanden. Drinnen wurden sie viel bewundert mit Wachs sowie Farbe aus Ruß und Asche fertiggestellt.

Stefan Zirkel und Band aus Wiesloch begeisterten erneut mit Hits aus allen Jahrzehnten, und nicht nur „Take on me“ von A-ha oder „Enjoy the Silence“ von Depeche Mode luden zum Mittanzen ein.

Essen, Trinken und eine Feuershow

Mit Grillwurst vom Hofladen Kästel, Glühwein aus heimischen Trauben von Weingut Bosch und Dampfnudeln oder Kartoffelsuppe aus der Schwender‘schen Schmiede war trotz zeitweilig langer Schlangen für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Absolut spektakulär war schließlich eine Feuershow von „Inferno“ aus Neustadt, die ihrem Namen alle Ehre machte. Dicht gedrängt verfolgte das Publikum atemlos, wie die beiden Künstler mit atemberaubender Geschwindigkeit mit an Stangen befestigten Feuerkörben agierten und einen gewaltigen Funkenregen erzeugten. Glücklicherweise musste die von Kommandant Thorsten Albrecht angetretene Brandwache der Feuerwehr nicht tätig werden.

„Viel zu voll“

Ohne jede Konkurrenzveranstaltung im Ort und Besuchern aus dem ganzen Umkreis wurde allerdings auch bemängelt, dass es auf der recht kleinen Fläche teilweise viel zu voll wurde. Hier soll beim nächsten Mal eine Erweiterung Abhilfe schaffen. „Wir hätten mit so vielen Besuchern nicht gerechnet“, sagte Klaus Heinzmann. Aber bei diesem tollen Programm hielten die Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, trotz klirrender Kälte lange aus. (cm)

Erscheinung
Bad Schönborner Woche
Ausgabe 05/2026
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
26.01.2026
Orte
Bad Schönborn