Bei der Diskussion um die Altersgrenze von Social Media für Jugendliche in Großbritannien, Frankreich, Spanien und anderen europäischen Ländern wird ein wichtiges Thema weitgehend außer Acht gelassen: die gesundheitlichen Gefahren der Mobilfunkstrahlung.
Am 22. Oktober 2025 hatte dazu diagnose:funk unter „Starker Anstieg von Gedächtnisproblemen bei Kindern in Schweden und Norwegen – Studie von Nilsson / Hardell weist Zusammenhang mit der Strahlenbelastung nach“ berichtet. (https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail?newsid=2288)
Schwedens auflagenstärkste, mehr linksgerichtete Tageszeitung Aftonbladet (Abendblatt) veröffentlicht am 19. Januar 2026 einen gemeinsamen Bericht von Mona Nilsson/Lennart Hardell zu den Gefahren der Mobilfunkstrahlung. Sieben Tage später erscheint in den unabhängigen, genossenschaftlich organisierten schweizerischen „Transition News“ dazu ein Interview mit Nilsson, Direktorin der Schwedischen Stiftung für Strahlenschutz. Geführt wurde das Gespräch von der Journalistin Sophia-Maria Antonulas.
In diesem Interview wird sehr deutlich: Nicht nur die schädlichen Auswirkungen von Bildschirmen und sozialen Medien auf Kinder müssten von der schwedischen Regierung gesehen werden, sondern auch die Strahlung von WLAN in den Schulen und von umliegenden 5G-Basisstationen auf Schulen berücksichtigt werden.
Seit rund sechs Jahren forsche die Organisation „Stiftung für Strahlenschutz“ zusammen mit Dr. Lennart Hardell von der Stiftung für Umwelt- und Krebsforschung im Bereich gesundheitlicher Risiken der Mobilfunkantennen. Hardell war Professor und Chefarzt der Onkolgischen Klinik am Universitätsklinikum Örebro. Die neuesten Ergebnisse zeigten, dass Kinder in Schweden zunehmend Gedächtnisprobleme hätten. Außerdem würden immer mehr Jugendliche der Altersgruppe der Fünf- bis Neunzehnjährigen unter Schlafstörungen leiden. „Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass das Erinnerungsvermögen und der Hippocampus, der maßgeblich für das Gedächtnis verantwortlich ist, durch diese Art von Strahlung geschädigt werden.“ Das sähe man sowohl in Tierversuchen wie bei Untersuchungen an Menschen, sagte Nilsson.
WLAN-Router seien durch ihre hohe Sendeleistung problematisch und ihre Strahlung in unmittelbarer Nähe der Router sehr stark. Dadurch seien die Kinder sehr hohen Dosen schädlicher Mikrowellenstrahlung ausgesetzt.
Deswegen hätte das Europäische Parlament bereits im Jahr 2011 empfohlen, in Schulen gänzlich auf WLAN zu verzichten und stattdessen verkabelte Internetverbindungen zu nutzen. Schon damals hätte der Europäische Rat WLAN als Gesundheitsrisiko für Kinder bezeichnet. (Quelle:transition-news.org/schadliche-auswirkungen-von-5g-und-wlan-erreichen-mainstream) (Ende Teile 1)
Wenn man bedenkt, dass heute, 25 Jahre nach dieser Empfehlung, WLAN eine Selbstverständlichkeit in den Schulen ist, dann macht das doch sehr nachdenklich. Vor allem deshalb, weil es ja nicht nur die Alternative der verkabelten Internetverbindung gibt, sondern inzwischen WLAN durch LIFI ersetzt werden kann, wenn man das denn will. Informationen dazu unter: „Wenn Licht zum Internet wird – Warum LiFi das neue WLAN ist“ in: diagnose:funk Kompakt 4/2025.
Dieses Magazin ist erhältlich über diagnose:funk shop: shop.diagnose-funk.org/kompakt-Einzelausgabe zum Preis von 4.- Euro. Dort kann es auch als PDF eingesehen werden.
Herzliche Einladung zum Informationsabend mit Ingo Leipner am Donnerstag, 5. März 2026. Er spricht zum Thema: KI und Bildung - Auswirkungen auf das Denken. Beginn 19.30 Uhr, Neckartenzlingen, Aula der Auwiesenschule. Der Eintritt ist frei. Über Spenden freuen wir uns.
Wir freuen uns über neue Mitglieder im InfoMobilFunk Neckartenzlingen und Umgebung, Ortsgruppe im Mobilfunk Bürgerforum e. V.
Die Vorsitzenden: Prof. a. D. Helmuth Kern, Bert Hauser (Telefon: 07127/35655 bzw. 07127/35949