
„Waldgeister“ mit sehr großen Ohren, einer rosa-braunen Nase, kleinen schwarzen Knopfaugen im graubraunen Fell. Sie können bis zu 21 Jahre alt werden und gehören mit einer Flügelspannweite von 25 bis 30 Zentimetern und einem Gewicht zwischen 7 und 12 Gramm schon zu den mittelgroßen heimischen Arten. Ihr idealer Lebensraum ist ein strukturierter, alter und naturnah bewirtschafteter Laubmisch- oder Kiefernwald. Bechsteinfledermäuse gehören noch immer zu den am wenigsten bekannten heimischen Fledermausarten, obwohl sie als Rote-Liste-Art zu den besonders schutzwürdigen Tieren der gesamteuropäischen Fauna zählen. Da sie sehr standorttreu und wenig wanderfreudig sind, sind sie besonders gefährdet durch Veränderungen ihres Lebensraums, z. B. durch waldbauliche Maßnahmen oder dem Bau von Straßen. Für die Jagd benötigen sie zusammenhängende Wälder mit einer Mindestgröße von 250 bis 300 Hektar. Als Unterschlupf dienen ihnen hohle Bäume, Bäume mit Stammrissen sowie Faul- oder Spechthöhlen. Größere, stabile Vorkommen der Bechsteinfledermäuse finden sich vor allem in Nordbayern, Baden-Württemberg und Hessen.
(Quelle: NABU, Natura 2000)
Die artenschutzrechtliche Untersuchung im Zusammenhang mit dem Bebauungsplanverfahren „Sportzentrum Süd“ bescheinigt „bedeutende Bestände“ dieser Bechsteinfledermäuse im betreffenden Waldgebiet - schützenswerte „Waldgeister“ als unbekannte Nachbarn in unserem Wald.