„Wow, wow, wow! Es ist so weit!“, schrie ich am Morgen. So aufgeregt wie es nur ging, stand ich auf, zog mich an und wartete und wartete. Als es so weit war, ging ich mit meiner Mutter zur Schule, denn sie war eine der Eltern, die uns nach Karlsruhe zum Schwimmfinale Nordbadens von Jugend trainiert für Olympia brachte.
An der Schule warteten schon Frau Garleff und die anderen Kinder. Die besten Kinder der beiden vierten Klassen durften heute zum Schwimmwettkampf fahren. Wir hatten viel trainiert. Aufgeregt wie der Blitz, gingen wir zu den Autos und fuhren los. Nach 45 Minuten kamen wir im Fächerbad in Karlsruhe an und gingen hinein. Dort bekamen wir ein Armband für den Spind. Es waren sehr viele Kinder dort, vielleicht 350. Wir drängten uns zu den Umkleiden. Umgezogen gingen wir in die Schwimmhalle, um den ersten Startsprung zu üben.
Die Schwimmhalle war cool! Als ich den Startblock sah, dachte ich: „Der ist so schräg, da werde ich runterfallen!“ Doch das passierte nicht und wie ein Pfeil schoss ich ins Wasser. Wir schwammen uns sechs Bahnen ein. Mit neuem, trockenem Badeanzug lief ich dann auf die Tribüne. Auf dem Weg dorthin schaute ich mir fasziniert die Pokale und Medaillen an, die dort schon für die Sieger bereitlagen.
Nun kam eine Ansage, wie man einen Startsprung machen sollte. Der Wettkampf begann mit den Großen, denn es waren nicht nur Grundschüler am Start, sondern auch Fünft- und Sechstklässler.
Unsere erste Starterin war Aurelia. Aufgeregt schauten wir zu und feuerten sie an. Jubelnd empfingen wir sie, denn sie wurde in ihrem Lauf die Erste im Rückenschwimmen! Auch alle anderen von uns schwammen sehr schnell.
Nach langem Warten war ich dran. Erster Pfiff, zweiter Pfiff, „Auf die Plätze“ und eine Sirene. Mit aller Kraft stieß ich mich nach vorne. Ich gab Gas. Mit meinen letzten Kräften schlug ich am Beckenrand an. Wow! 20,6 Sekunden! Schnell ging ich zu meinem Team und Frau Garleff, die mich bejubelten.
Nun war wieder Warten angesagt. Zwischen den Zeiten, in denen wir schwammen, war immer fast eine Stunde Pause, weil andere schwammen. Beim Staffelschwimmen gab ich aber nochmal richtig Gas. Und wir gewannen!
In der Staffel der Jungs wurde es richtig knapp. Am Anfang lief alles sehr gut, doch dann wurden sie plötzlich von den Zweitschnellsten eingeholt. Jetzt sprang Jakob als Schlussschwimmer ins Wasser. „Jakob, Jakob!“, feuerten wir ihn an. Mit Riesenpower zog er wieder vorbei und gewann mit den anderen Jungs die Staffel. Jubelnd empfingen wir sie.
Jetzt zogen wir uns an und machten auf der Wiese ein Gruppenfoto. Auf die Siegerehrung mussten wir noch warten, denn die Großen schwammen noch mehr als eine halbe Stunde länger. Doch dann war es so weit. Schule um Schule wurde aufgerufen, nur wir nicht. „Und auf dem ersten Platz“, tönte es aus dem Lautsprecher, „ist die Kurpfalzschule Dossenheim!“.
Wow, wow, wow! WIR! Begeistert und mit strahlenden Augen stiegen wir gemeinsam auf das große Podest in der Mitte für Platz 1. Ich konnte es nicht glauben! Und die Jungs? Auch sie wurden die Ersten! Das war so toll! Danke, Frau Garleff!
Wir bekamen einen Pokal und jeder eine Goldmedaille. Außerdem gab es für jeden einen Ball geschenkt, der über das Wasser springen soll. Und weil wir gewonnen haben, dürfen wir im Sommer zum Finale Baden-Württembergs fahren! Dann schwimmen die fünf schnellsten Grundschulteams Baden-Württembergs gegeneinander. Ich war glücklich! Ich fand alles super!
Von Aurelia, Camilla, Lea, Noah S., Noah W., Nora und Yuna aus der 4b

