
An den beiden vergangenen Donnerstagen machten sich die Klassen 7 voller Neugier auf den Weg zur Synagoge in Stuttgart. Schon auf dem Vorplatz merkten die Schülerinnen und Schüler, dass sie einen besonderen Ort betraten: Die eindrucksvolle Architektur, die Kerzen, die Steine und die sichtbaren Sicherheitsmaßnahmen lösten erste Fragen aus. Auf die Antworten mussten unsere 7er nicht lange warten, denn nach einer freundlichen Begrüßung durch Frau Rosenkranz wurden wir in den Gebetsraum geführt und erste interessierte Fragen trafen auf offene Ohren.
Im Gebetsraum herrschte eine ruhige, fast feierliche Atmosphäre. Viele staunten über den kunstvoll gestalteten Toraschrein, über die liebevoll verzierten Torarollen und über die Tatsache, dass jedes Detail im Raum eine Bedeutung hat – von den Lichtern und Symbolen bis hin zur Sitzordnung.
Besonders eindrucksvoll war für die Klassen der Moment, in dem die Gemeindemitarbeiterin eine Torarolle öffnete und erklärte, wie mühsam und wertvoll ihre Herstellung ist. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu, stellten viele Fragen und zeigten großes Interesse an jüdischen Traditionen, Feiertagen und Speisevorschriften.
Der Synagogenbesuch, der durch den Förderverein unterstützt wurde, zeigte, wie wertvoll interreligiöser Dialog sein kann. Er hilft Vorurteile abzubauen, schafft Verständnis und macht deutlich, dass hinter jeder Religion Menschen mit ihren Geschichten stehen.