
Zwei Tage und eine Nacht war der Konvoi aus Kirchheim unter Teck und der Hilfsorganisation „Ermstal hilft“ in Richtung Ukraine unterwegs. Mit drei Transportfahrzeugen und zahlreichen Hilfsgütern ging es in die Kirchheimer Solidaritätspartnerkommune Sarata. Neben Feuerwehrkamerad Klaus Renz setzte sich auch Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader selbst ans Steuer und überführte das Transportfahrzeug persönlich.
Das Transportfahrzeug wurde von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zur Verfügung gestellt. In Sarata soll es vor allem Kindern zugutekommen: Als Beförderungsfahrzeug für Sport- und Kulturveranstaltungen erleichtert es die Teilhabe, insbesondere für Kinder im Rollstuhl. Eine Rollstuhlrampe ermöglicht, dass auch Kinder mit Einschränkungen unkompliziert mitfahren können.
„Es ist schön zu sehen, dass unsere Unterstützung so wertvoll ist für die Bevölkerung in Sarata und das Leben – insbesondere das der Kinder – konkret unterstützt und bereichert“, betont Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader. Genau darum gehe es. Hilfe, die nicht abstrakt bleibt, sondern im Alltag ankommt.
Wie bereits bei früheren Fahrten setzte die Stadt Kirchheim unter Teck auch diesmal auf die Erfahrung von „Ermstal hilft“, die die Reise vorbereitet und geplant haben. Mit den Initiatoren Simon Nowotni und Martin Salzer war ein eingespieltes Team dabei, das seit vielen Jahren Transporte in die Ukraine organisiert – seit vier Jahren mit klarem Schwerpunkt auf humanitärer Hilfe. „Die Erfahrung von „Ermstal hilft“ ist für uns ein großer Gewinn. Gemeinsam ist die Fahrt besser planbar und im Fall der Fälle auch sicherer. Gleichzeitig sieht man, wie gut Ehrenamt, Feuerwehr und Kommune hier Hand in Hand arbeiten“, betont der Oberbürgermeister.
Die Fahrzeuge waren auch diesmal nicht leer unterwegs. Besonders hervorzuheben ist ein Sauerstoffkonzentrator, der von der Firma Maisch für das dortige Krankenhaus gespendet wurde. „Ich möchte etwas zurückgeben“, sagt Natale De Rosa, Geschäftsführer der Firma Maisch, der selbst vor vielen Jahren als Migrant nach Baden-Württemberg kam und für die damalige Offenheit und Unterstützung dankbar ist.
Darüber hinaus konnten dank einer Spende des Lions Club Nürtingen-Kirchheim/Teck auch Akkus überführt werden. Eine private Spendeninitiative ergänzte die Lieferung um zahlreiche Sachspenden – darunter Schulranzen und Schulmaterial, Winterkleidung, Spielsachen, Sportgeräte sowie medizinische Produkte. Der Dank der Stadt gilt allen Spenderinnen und Spendern und Unterstützenden, neben dem Lions Club Nürtingen-Kirchheim/Teck und dem Sanitätshaus Maisch GmbH insbesondere dem Modehaus le chic, Schuhhaus Sigel, HEIGES kids und McArena Kirchheim unter Teck.
Wie wirksam diese Unterstützung ist, zeigte sich in Sarata eindrucksvoll. Schulleiter Roman Kovshik führte Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader vor Ort durch die Schulen und berichtete von bereits umgesetzten Projekten. So wurden mit den gespendeten PV‑Modulen, die 2024 über Fördermittel der GIZ bereitgestellt wurden, zwei der größten Schulen sowie das Krankenhaus ausgestattet. Damit konnten Licht und Strom gesichert und der Betrieb auch in schwierigen Situationen aufrechterhalten werden.
Mit dem aktuellen Transport setzt Kirchheim unter Teck die Solidaritätspartnerschaft mit Sarata konsequent fort: Die Hilfe wird gebraucht – und sie kommt an.


